Ketsch

Seniorenwerk St. Sebastian Gabriela Rudolph hat ihre Schätze im Gepäck und erfreut damit die Gäste im katholischen Pfarrheim / Spende geht an „Frauen in Not“

Märchenhafte Geschichten voller Fantasie und Mut

KETSCH.Diakon Heiko Wunderling startete den Seniorennachmittag im katholischen Pfarrheim mit einem Gottesdienst zum Thema Zuversicht auf die versprochene Auferstehung. Wenig später stellte sich Gabriela Rudolph aus Brühl vor: „Ich möchte Sie mit Liedern zum Schmunzeln und Träumen erfreuen. Dazu erzähle ich märchenhafte Geschichten voller Fantasie und Mut – wie kleine Schätze, weil viel Wahrheit drinsteckt.“

Sie erzählte die chinesische Geschichte von dem armen Studenten Nils, der sich lange nicht einmal die tägliche Schüssel Reis leisten konnte. Der Wirt einer Teestube hatte Mitleid und verköstigte ihn. Zum Dank zauberte Nils einen Storch als Gemälde an die Wand, der seinen Wohltäter vermögend machen solle. Schließlich wurde die Gaststube immer gut besucht, und der Wirt wurde reich. Dem neidischen Präfekten gelang es zwar, den Zauberstorch von der Wand zu bewegen. Doch sofort kam Nils ins Spiel, der sich mit dem Storch entfernte. „Freude und Erfolg muss man teilen“, gab die Referentin als Weisheit zu bedenken.

Gabriela Rudolph wird oft gefragt, wie die Ideen zu ihren Liedern und Märchen entstehen. „Für meinen Mann, die Kinder und Enkelkinder habe ich zu vielen Gelegenheiten allerlei Verse geschmiedet und sie bewogen mich, daraus ein Programm zu machen.“ So erfreut sie ihre Zuhörer mit selbstgemachten Liedern und Geschichten und die Spenden sind für die Aktion „Frauen in Not“ vorgesehen.

Lied zum Geburtstag der Tochter

In einer weiteren Geschichte bat die Frau ihren Mann, nicht in den neuen Korb zu schauen. Die Neugier plagte ihn – es war jedoch nichts drin. Es gibt gute Dinge, die wir nicht sehen können, war so die Belehrung. Gabriela Rudolph hat zum 20. Geburtstag ihrer Tochter ein Lied vom Glück geschrieben. „Gott hat uns viel gegeben, um glücklich zu sein. Alles gelingt nicht sofort, lass’ es wachsen in dir“, heißt es da im Text.

Putzig war das Zwiegespräch zwischen dem lädierten Holzpferd und dem neugierigen Kuschelhäschen im Kinderzimmer. Es gehe in diesem Raum nicht um die Schönheit, oder den Augenschein – Kinder sehen mit ganz anderen Augen. „Hey yo baya timbe, timbe kumba yah“ stammte aus einer afrikanischen Legende, die Nelson Mandela aufgeschrieben hatte. Angeblich betört damit das Mädchen ihren Auserwählten, bevor sie Liebe machen, und außerdem singt es der ganze Stamm bei allen möglichen Gelegenheiten.

Mit „Ding, dong – so long!” verabschiedete sich Gabriela Rudolph von ihren Zuhörern im katholischen Pfarrheim. „Sie haben uns mit ihren Liedern und Geschichten erfreut und zum Schmunzeln und Nachdenken angeregt“, lobte abschließend Annette Meixner die Künstlerin und überreichte eine Spende für die Aktion „Frauen in Not“. gp

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional