Ketsch

TSG „Moskitos“ Beim 19. Fischerstechen verteidigen die „Krümelmonster“ erfolgreich ihren Titel / Bei den Männern setzen sich die „Superhelden“ durch

Maren Herm gibt entscheidenden Stich

Archivartikel

KETSCH.Standfest sind die „Krümelmonster“, das bewiesen sie als Titelverteidiger erfolgreich, stachen sich Runde um Runde beim 19. Fischerstechen mit lilafarbenen Tüllröckchen und Glitzer im Haar bis auf den ersten Platz. Eine Überraschung gab es bei den Männern: „06 AH“ mit „Dauerstecher“ Klaus „Utz“ Limbeck schubste schon im Vorentscheid Andi Piller von den „Seefahrern von Catan“ vom Brett, aufs Treppchen kamen die 06er dennoch nicht. In den Ausscheidungskämpfen am Samstag schafften es die Seefahrer noch bis auf Platz drei. Die ersten beiden Treppchenplätze ergatterten dank versierter Stechtechnik die „Superhelden“ und die „Super Mario Stechbrothers“.

Sechs Frauenmannschaften und 18 Männerteams gingen ins Rennen um Ruhm, Ehre, Gutscheine, Pokale und viel Applaus, dabei wurde es ab und an echt nass – von außen, von innen und beim Sturz ins Wasser. So recht hold war der Wettergott den Fischerstechern und dem Orga-Team der „Moskitos“ nicht, was die Laune nicht trübte, lag doch eine ordentliche Partynacht hinter allen Startern. Den korrekten Blick auf Klamotte, Regeln und Stiche hatten am Freitagabend, dem Tag der Vorentscheidung, die Gemeinderäte Dieter Mummert (FWV) und Michael Seitz (CDU). Am Samstag schauten Achim Reister (CDU) und Gerhard Jungmann (SPD) ganz genau hin, klar, dass auch Zunftmeister Jens Kochendörfer mit von der Partie war – er moderierte die Partien vom Ufer aus.

Da hieß es schon einmal: „Zu viele Strafpunkte“, die man bekam, wenn man einige Regeln nicht beachtet hatte: Etwa dass man den grünen Bereich auf dem Ausleger während des Wettstreits nicht verlassen darf, die Stechstange nicht zum Abstützen missbraucht wird oder gar im Wasser landet. „Man darf auch nicht mit der Stange schlagen“, fügte Kochendörfer an.

Ein Streicheln mit der Lanze

Insgesamt machten es gerade die Männer streckenweise „interessant“ und nutzten die kompletten fünf Minuten jedes Durchgangs aus. Dann besagen die Regeln, dass ein neuer Stecher in den grünen Bereich des Auslegerbretts treten muss. Immer wieder kreisten die Boote um die Wettkampflinie, bis endlich einer der Stecher ins Wasser fiel. Klappte das nicht, gab es den Hinweis: „Mehr Action bitte“, denn manchmal war es eher ein Streicheln mit der Lanze.

Dieser Stecherwechsel war auch im Damen-Finalstechen notwendig – gleich zweimal. Zwischen den „Krümelmonstern“ und den „Freunden der Sonne“ ging es hart auf hart, letztendlich kickte Maren Herm die Konkurrentin vom Brett. Im Männer-Endstechen ging es auch in die Verlängerung im Wettkampf von „Superhelden“ und „Super Mario Stechbrothers“. Marco Schnepf von den „Superhelden“ setzte den letzten entscheidenden Stich und holte damit den umjubelten Sieg ins Boot der „Superhelden“.

Nicht ganz die Kurve schafften einige, denn es gilt nur Start frei, wenn die beiden Boote auf je einer Seite neben der „Kampfgrenze“, einer verankerten weiß-roten Schwimmbahn-Trennband, anfahren. Rudern will geübt sein, das spürten einige der Rudermänner, bei den Frauen klappte die Kehrtwende stets zügig.

Steigende Spannung am etwas schwülen Samstag trug die Crews in die Finals. Nach intensiven Vergleichen kristallisierten sich die Paarungen um die Plätze heraus. Der anschließenden Party frönten Teilnehmer und jede Menge Schaulustige.

Info: Weitere Fotos gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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