Ketsch

Neurottschule Beim Sponsorenlauf legen zuerst die Grundschüler los / Sportliche Betätigung für guten Zweck / Förderverein und Sterntaler profitieren

Marla: Ich habe 15 Runden geschafft

Archivartikel

Ketsch.Voller Motivation waren die rund 200 Grundschüler der Neurottschule an diesem Freitag in die Schule gegangen, denn es stand der Sponsorenlauf auf dem Stundenplan. Seit sechs Jahren findet dieser im Oktober statt und es geht dabei um mehr als nur Bewegung im Freien. „Unsere Schüler bekommen im Vorfeld Sponsorenkarten und jeder Schüler sucht sich drei Sponsoren, die pro gelaufener Runde einen Geldbetrag zusagen. Dann werden die Runden gelaufen und das gesammelte Geld kommt später zum einen Teil dem Förderverein und zum anderen Teil einem guten Zweck, in diesem Jahr dem Kinderhospiz Sterntaler, zugute“, erklärt Schulleiter Joachim Rumold.

„Die Klassen wurden über die wertvolle Arbeit von Sterntaler informiert und sind nun noch mehr motiviert, möglichst viele Runden zu laufen“, sagt Rumold, der anfeuerte. Einige Eltern und Großeltern sind ebenfalls an die Neurottschule gekommen, um mitzuerleben, wie die Schüler auf der 250 Meter langen Strecke ihre Runden drehen, die auf einer Laufkarte notiert werden.

Hier helfen Lehrer und engagierte Eltern wie Silke Wald, deren Sohn Julian gerade auf der Strecke ist, begeistert mit. „Meine Enkelin Melissa ist am Start und hat sich schon sehr auf den Tag gefreut. Natürlich unterstütze ich diese schöne Sache gerne und habe mich auf ihrer Sponsorenkarte eingetragen“, freut sich Claudia Viermann aus Ketsch. „Auch meine Enkelin Lea ist in diesem Jahr zum dritten Mal mit dabei. Auch wenn in diesem Jahr alles etwas anders ist als die Jahre zuvor, ist es großartig, dass die Neurottschule den Sponsorenlauf durchführt, denn die Kinder haben so viel Spaß dabei und sind voll motiviert“, ergänzt Gertrud Weidemaier stolz.

Obst im Klassenzimmer

Anders, dies bedeute, dass in diesem Jahr im Start-Ziel-Bereich kein Kaffee und Kuchen aufgebaut sei und keine Obststation angeboten werde. „Das Obst bekommen die Schüler allerdings nach dem jeweils 25-minütigen Lauf im Klassenzimmer. Aldi Ketsch hat unsere Schule wieder mit Bananen versorgt, dafür sind wir sehr dankbar“, betont Joachim Rumold. Als die dritte Klassenstufe ihre Runden dreht, sind auch einige Lehrer mit auf der Strecke, denn wie die Jahre zuvor helfen sie ebenfalls „laufkräftig“ mit, wenn es darum geht, Spenden zu generieren. Rumold selbst werde in der nächsten Woche am Start sein, wenn sich die Klassenstufen fünf bis zehn dann auf den 500 Meter langen Rundkurs begeben.

„Dieser Sponsorenlauf ist eine ganz wichtige Veranstaltung, denn das „erlaufene“ Geld kommt in zweifacher Weise Kindern zugute. Die eine Hälfte wird über den Förderverein unmittelbar wieder an der Schule eingesetzt. So werden beispielsweise besondere Materialien für die Projektwochen gekauft oder auch mal eine tolle Musikanlage angeschafft. Der andere Teil kommt Hilfsprojekten für Kinder, meist aus der Region zugute“, ergänzt Jasmin Kuhn vom Förderverein. Alle Zuschauer und Lehrer an der Wegstrecke applaudieren kräftig, als die dritte Klasse ihren Lauf beendet. „Ich bin 15 Runden gelaufen“, jubelt Marla. Ianis aus derselben Klassenstufe freut sich mindestens genauso über seine zwölf Runden.

Den Sinn haben die Schüler allemal begriffen: Jede Runde zählt und jeder leistet einen Beitrag so gut er kann, damit die Spendensumme wächst. Im letzten Jahr kamen 5500 Euro für hilfsbedürftige Kinder in Mannheim zusammen. In der nächsten Woche darf dann die Sekundarstufe starten, um weitere Spenden zu erlaufen. Wie hoch in diesem Jahr die erreichte Summe sein wird und ob sie am Ende vielleicht noch höher ausfällt als in 2019, bleibt spannend.

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