Ketsch

Kriminalität Zahl der Straftaten nimmt um fünf Prozent zu / Bei Gewaltverbrechen und Einbrüchen sinkende Fallzahlen

Mehr Delikte bei Betrug, Sachbeschädigung und Rauschgift

Archivartikel

Ketsch.Die Leiter des Polizeireviers Schwetzingen, Martin Scheel und Michael Fahrer, präsentierten Zahlen (wir berichteten gestern), die auch über die Kriminalität in Ketsch im vergangenen Jahr Auskunft geben. Die Enderlegemeinde zählt wie Oftersheim und Plankstadt zum Dienstbezirk.

In 2017 waren 421 Straftaten in Ketsch registriert worden – 21 (5,3 Prozent) mehr als im Jahr davor. Für den Anstieg ist das Mehr an Vermögens- und Fälschungsdelikten verantwortlich, die um 22 Prozent auf insgesamt 50 stiegen. Darunter vermehrten sich vor allem die Betrugsvarianten von 26 auf 33 Fälle (plus 26,9 Prozent).

Das Plus an Straftaten ist ferner auf vermehrte Sachbeschädigungen zurückzuführen. Denn hier wurden der Polizei insgesamt 74 für Ketsch gemeldet, während es 2016 noch 50 waren (plus 48 Prozent). Noch erheblicher nahm die Zahl von Rauschgiftdelikten zu, die Fallzahlen kletterten von 17 auf 41 (plus 141 Prozent) und sorgten im Dienstbezirk maßgeblich dafür, dass über alle vier Orte hinweg ein leichter Anstieg um 1,7 Prozent festzustellen war.

Diebstahl geht zurück

Den Zunahmen bei Vermögens- und Fälschungsdelikten, Sachbeschädigungen und Rauschgiftdelikten steht die Abnahme bei anderen Straftatbeständen gegenüber. Beim Diebstahl, der insgesamt die größte Teilmenge innerhalb der Gesamtkriminalität ausmacht, gingen die Fälle von 174 auf 140 (minus 19,5 Prozent) zurück. Statt 25 Wohnungseinbrüchen im Jahr 2016 wurden im Berichtszeitraum 2017 noch 16 gemeldet. Besonders schwere Fälle von Diebstahl an oder aus Kraftfahrzeugen wurde im vergangenen Jahr einmal häufiger festgestellt als im Jahr davor, wohingegen die Zahl der Fahrraddiebstähle von 34 auf 16 zurückging. Sechsmal wurde ein Ladendiebstahl zur Anzeige gebracht, 2016 waren es noch neun.

Revierleiter Martin Scheel und sein Stellvertreter Michael Fahrer haben bei Delikten der Körperverletzung für die Enderlegemeinde 45 verzeichnet, während es 2016 noch 48 waren. Die Straßenkriminalität, also Straftaten, die sich auf öffentlichen Straßen, Plätzen oder den öffentlichen Verkehrsmitteln ereignen, nahmen in Ketsch von 110 im Jahr 2016 auf 104 im abgelaufenen Jahr ab.

Die Gewaltkriminalität, unter der Mord und Totschlag, Vergewaltigung, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung subsumiert werden, veränderte sich von elf Fällen in 2016 auf sechs in 2017. Gleichwohl geschah die schwerste Straftat, die das Polizeirevier Schwetzingen konstatierte, ein Mord, in Ketsch.

Die Häufigkeitsziffern der Gemeinden, wobei die Straftaten auf 100 000 Einwohner hochgerechnet werden, ergeben für Ketsch 3312, für Schwetzingen 9768, für Oftersheim 4820 und für Plankstadt 2955 (zum Vergleich Mannheim 11 448 und Heidelberg 10 222). mab

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