Ketsch

Corona-Pandemie Anmeldung wirft bei Senioren Fragen auf / Gemeinde verweist auf Hotline / Umfeld soll unterstützen / 1039 Ketscher sind über 80 Jahre alt

Mehr Terminoptionen durch Kreisimpfzentren

Ketsch.Die zentralen Impfstellen des Landes wie in der Patrick-Henry Village in Heidelberg und in der Maimarkthalle in Mannheim führen seit einigen Wochen Corona-Impfungen durch. Rund 77 000 Menschen in Baden-Württemberg wurden bereits geimpft. Nun sollen ab Montag, 18. Januar, zusätzlich Termine in der Region in den bis dahin eröffneten Kreisimpfzentren, darunter Heidelberg-Pfaffengrund, Sinsheim und Weinheim buchbar werden.

In Ketsch sind theoretisch im ersten Schritt die 1039 in der Enderlegemeinde lebenden über 80-Jährigen impfberechtigt, dazu kommen weitere Personen beispielsweise aus dem Bereich Pflegepersonal.

Gerade für Senioren ist das Prozedere zur Vereinbarung eines Impftermins entweder per Online-Plattform oder telefonisch eine Hürde (wir berichteten) – zahlreiche Senioren haben sich, wie die Gemeindeverwaltung mitteilte, an selbige oder an das Ordnungsamt gewendet.

Online-Plattform kompliziert

„Wir können an dieser Stelle leider keine Hilfestellung geben, wenn es um die konkrete Vereinbarung von Terminen geht, da wir als Gemeindeverwaltung keinerlei Zugriff auf die landesweit organisierten Terminvergaben haben. Hier müssen sich die Bürgerinnen und Bürger an die Patienten-Hotline 116117 wenden oder sich über die Online-Seite www.impfterminservice.de anmelden“, bestätigt Hauptamtsleiter Ulrich Knörzer. Dass gerade die Anmeldung über die Online-Plattform für manche Senioren schwierig sei, stehe außer Frage und so setze man hierbei auf die Unterstützung aus dem näheren und persönlichen Umfeld der Senioren. „Wir können schon aufgrund der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen und auch zur Vermeidung weiterer Infektionsrisiken, die entstehen, wenn wir Menschen zusammenbringen, nur auf das private und nähere Umfeld verweisen, um bei der Terminbuchung zu unterstützen. Außerdem soll laut Angaben der Landesregierung nun auch das Personal bei den Telefon-Hotlines aufgestockt werden, damit Terminanfragen schneller bearbeitet werden. Durch die Öffnung der Kreisimpfzentren in Kürze und durch die geplante Verfügbarkeit von weiteren Impfstoffen sollten dann auch grundsätzlich mehr Impftermine verfügbar sein, was die Lage entspannen sollte“, führt Knörzer weiter aus.

Transfer in Eigenregie

Für den Transfer zu den Impfzentren, nach erfolgter Terminvereinbarung, gibt es keine zentrale Lösung. Auch hier sollen sich die Senioren an das persönliche Umfeld wenden und gegebenenfalls mit der eigenen Krankenversicherung sprechen, ob ein Transfer zum Impfzentrum als Krankentransport gelte, wenn beispielsweise eine Pflegestufe vorliegt.

Bei der Terminvergabe, ob telefonisch oder online, können gleichzeitig die Termine für die Erst-und die Zweitimpfung vereinbart werden. Allgemeine Informationen zu Fragen rund um den Impfprozess (jedoch keine Terminvergabe) kann man über die Telefon-Hotline 0711/90 43 95 55 erhalten. csc

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