Ketsch

Serie „Gute Seelen“ Martin Leiher packt als Vizepräsident der Sportvereinigung 06 mit an / Bindeglied zwischen Vereinsführung und Jugendabteilung

Mit Engagement positives Bild steigern

Archivartikel

Ketsch.Sie sind die tragenden Säulen der Vereine, agieren meist im Hintergrund, fragen nicht, sondern packen an, scheuen die Verantwortung nicht. Durch ihr Engagement ist die Existenz von Vereinen gesichert: Die „guten Seelen“. In loser Folge stellen wir Menschen aus der Enderlegemeinde vor, die ihre Zeit in „ihren“ Verein investieren. Ganz unterschiedliche Motivationen stehen dahinter.

Wenn Not am Mann ist, steht Martin Leiher auch mal wieder für die AH der Sportvereinigung 06 (Spvgg) auf dem Rasen: „Aber eigentlich trainiere ich nur bei den Alten Herren“, sagt der 64-Jährige. Fußballer ist er aus Leidenschaft und das schon seit er sieben Jahre alt ist. Seine Karriere startete er in seinem Heimatort, wo er von der D- bis zur A-Jugend beim Heimatverein VFB Bad Rappenau aus den fußballerischen Kinderschuhen langsam entwuchs. „Später bei den Aktiven, der 1. Mannschaft beim VfB Bad Rappenau, damals B-Klasse, später die höchste Spielklasse Bezirksliga Heidelberg-Sinsheim“, schildert der kaufmännische Sachberater seinen Werdegang. Er erklärt: „Zur Spvgg 06 Ketsch kam ich durch meinen Sohn Ruben, der dort alle Altersstufen von Bambini bis zur A-Jugend gespielt hat und gute Bekannte.“

Bei den Vereins-Oldies trainiert er selbst noch mit und spielt auch manchmal, zudem war er Spieler beim 2. FC Kühler Krug und bei der FC Badenia Hirschacker einige Jahre aktiv. In Amt und Verantwortung zu gehen, war nicht gleich seine Intention, doch: „Bei der Bildung des ehemaligen Präsidiums wurde ich vom damaligen Präsident Gerhard Abelein angesprochen, ob ich mir nicht ein Mitwirken im Präsidium der 06 Ketsch vorstellen könnte.“

Starke Anbindung durch den Sohn

Die besonders starke Anbindung zur Jugendabteilung des Vereines durch den eigenen Sohn, von dessen Spielen er kaum eines versäumte, war Grundlage für Leiher über das Ansinnen Abeleins nachzudenken und letztendlich mitzuarbeiten. „Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Präsidium und Jugendabteilung, ich wollte die Jugendabteilung in ihrer konzeptionellen Ausrichtung unterstützen und unseren Junioren das Vereinsleben näherbringen“, stellt Leiher fest. Als Co-Trainer bei den B-Junioren und Trainer der A-Junioren war er schon im Boot, zurzeit trainiert er die E4. „Leider ist mir mit den Mannschaften kein Titel gelungen innerhalb der Wettbewerbe im Fußballkreis Mannheim“, bedauert er, aber, nichtsdestotrotz spielen einige der Jugendspieler aus seiner Ägide heute bei den aktiven Mannschaften.

Ein sehr gutes Verhältnis bestehe zu allen damaligen Jugendspielern, sagt Leiher. „Zweifelsfrei sehe ich die Unterstützung, die Mitarbeit für unsere Jugendabteilung, als sehr wichtig im Präsidiumsamt an“, beschreibt der Vizepräsident des Sportvereins die Wichtigkeit des „positiven Erscheinungsbildes der Spvgg 06 Ketsch, sowohl nach innen als auch nach außen.“

Durch sein Engagement möchte er das steigern und den Verein als gut funktionierende Gemeinschaft etablieren. Leiher packt auch an, wenn es um die vielen Veranstaltungen der Jugend und der AH geht: „Ich helfe und organisiere jederzeit gerne, selbstverständlich auch bei unseren aktiven Mannschaften.“ Als wichtigen Baustein in der Vereinsarbeit sieht er die Wertschätzung zueinander im Präsidium, für die er sich gerne einbringt. Sein Anliegen ist es, die komplexen Aufgaben innerhalb des Vereins anzunehmen und auf eine solide Basis zu stellen. Dazu gehören das „Wir-Gefühl“ bei der Spvgg 06 Ketsch und ein lebendiges, lohnendes Vereinsgeschehen für alle Mitglieder. „Mein Wunsch für den Verein ist, gegenseitiger Respekt, Fairness zueinander und ein starkes Miteinander“, fasst er konkret in Worte, worum es ihm in seinem Engagement geht.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional