Ketsch

Naturfreunde Zap-Gang sorgt beim Open-Air auf dem Vereinsgelände für Stimmung / Veranstalter setzen Kritikpunkte in Lösungen um und schaffen Platz

Mit großer Party zu neuem Image

KETSCH.„Seid ihr gut drauf?“ Torsten Baier, Frontmann der Zap-Gang wollte es genau wissen und legte nach: „Seid ihr wirklich gut drauf?“ Ihm schallte ein hundertfaches „Ja“ entgegen vom Festareal bei den Naturfreunden. Ein Minijubiläum feierten die Garanten für beste Partystimmung beim fünften Open-Air am Weidenstück.

Bis Baier, Walter Batzler (Gesang), Peter Supp (Bass), Ralf Hopp (Gitarre), Alex Fies (Schlagzeug) und Carsten Weisbrod (Keyboard) dran waren, hatten „Beyond this summer“ rund um den Schwetzinger Sänger Tobias Kraichgauer schon prima vorgelegt. Mit ihrer ganz speziellen Mischung auf der Setlist von „Ärzte“ über „Green Day“ bis „Metallica“ und „Wolfgang Petri“ sorgten sie für Konzertatmosphäre und begeisterte Zuhörer.

Mehr Platz zum Feiern

Gerd Welker von den Naturfreunden hat einige Neuerungen zu erzählen, die die Mega-Musik-Party noch besser machten: „Letztes Jahr wurde es so eng, dass wir in diesem Jahr erweitert haben.“ Das betraf nicht nur die Tanzfläche vor der erhöhten Bühne, sondern auch den Bereich der Bewirtung. Hier war es im vergangenen Jahr recht eng geworden und die Wartezeiten waren lang, die Becheranzahl ein wenig knapp. „Wir lernen jedes Jahr dazu“, sagte Welker, die Liste der „Mängel“ ist für 2018 abgearbeitet. Von der Grünfläche direkt neben der Konzertarena ist ein fünf Meter breites Stück mit dazugenommen worden: Hier standen die Grills und eine Station für alkoholfreie Getränke, gegenüber gab es jetzt einen großen Bierwagen mit allem, was Prozente hat. „Und wir haben viel mehr Becher als vergangenes Mal“, lachte Welker. Dass da keine Not aufkommen würde, dafür sorgten 25 Helfer vom Verein und Freunde die ordentlich sausten, Nachschub holten und gleich wieder rausgaben. Nachdem dann auch das Wetter mitgespielt hatte, stand Party satt nichts im Weg. Der Platz war trotz Erweiterung proppenvoll, „jedes Jahr kommen mehr Leute“, erklärte Welker, der sich darüber natürlich freute.

Mittendrin war Geli aus Speyer mit Tom, die meinten: „Wir sind jedes Jahr dabei gewesen, weil‘s einfach einen Riesenspaß hier macht und die Musik sowieso grenzenlos gut ist.“ Dass sie auch den Platzregen vor zwei Jahren mitgenommen haben, wo die Jungs der ZAP-Gang noch auf einem Anhänger spielten, dessen Plane weit durchhing, erzählten sie, bevor sie „Under Pressure“ von Queen als Basis für lauten Gesang nahmen. Mittlerweile gibt es eine ordentliche Bühne mit fester Überdachung für die Bands.

Zugaben sind Ehrensache

Wenige Schritte entfernt hatte Gregor aus Lampertheim einen guten Platz in der Nähe des Bierwagens gefunden: „Einfach super“, kommentierte er. Damit meinte er wohl die Band, die bei den guten alten Queen-Titeln ebenso alle noch so kreativen Töne trifft, wie beim Mitgröl-Song „Tage wie diese“ von den „Toten Hosen“. Voll aufgepowert servierte die Zap-Gang kurz vor Schluss „T.N.T.“ von AC/DC und rissen alle Partyleute vom Hocker, auch die, die wirklich saßen, denn im hinteren Bereich des Platzes am Naturfreundehaus standen Bierbänke und -tische, die auch dicht besetzt waren. Zugaben spielen ist Ehrensache und diese wurde frenetisch gefeiert. Gerd Welker unterstrich: „Wir wollen langsam aus dem Bild raus, ein Verein älterer Menschen mit ebensolchem Angebot zu sein, haben auch eine neue Jugendgruppe, mit der wir viele Aktionen machen.“ Das scheint zusammen mit dem jährlichen Open-Air aufzugehen, denn Welker verzeichnet auch einen moderaten Mitgliederzuwachs.

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