Ketsch

Fußball-Landesliga Fast hätte die Spvgg 06 Ketsch gegen Türkspor noch verloren / 1:1 mit Glück

Nervenaufreibendes Ende

Archivartikel

Ein Remis stand am Ende des vierten Spieltages der Fußball-Landesliga-Saison für die Spvgg 06 Ketsch zu Buche. Und letztlich war das 1:1-(0:0)-Unentschieden gegen Türkspor Mannheim noch eine Glückssache, denn in der hektischen Schlussphase wäre fast sogar noch der Siegtreffer für die Gäste gefallen.

Gastgeber Ketsch begann flott und hatte in den ersten fünf Spielminuten zwei hochkarätige Torchancen, die Dominik Strohmeier und Atiya Djobo aber teils kläglich vergaben. Ein erster Freistoß der Gäste aus aussichtsreicher Position flog nach acht Minuten deutlich am Tor vorbei. Danach war meist Ketsch spielbestimmend, doch die ganz großen Torchancen sprangen nicht heraus. Erst in der 35. Minute wurde es für die Gäste noch einmal brenzlig, als sich jeweils im Anschluss an zwei Ecken für Ketsch gute Schusschancen aus dem Rückraum ergaben. Gäste-Keeper Hamdi Koc war jedoch wachsam und konnte die Schüsse von Dane Rosenberger und Gökhan Kaya entschärfen. Bis zur Pause passierte d nichts mehr und man wechselte torlos die Seiten.

Bulut umkurvt Gäste-Defensive

Auch weil Türkspor in der Halbzeit zwei neue Offensivkräfte aufs Feld schickte, wurde die zweite Hälfte noch interessanter. In der 53. Minute setzte sich Steffen Jung auf rechts durch, in seine Hereingabe grätschte ein Gästeverteidiger mit letztem Einsatz hinein und fälschte die Kugel beinahe ins eigene Tor ab. In der 56. Minute war es Sencer Koc, der einen Ball in Richtung Ketscher Strafraum schlug. Dane Rosenberger befolgte das Kommando seines Torspielers Jonas Wies, der das Spielgerät aufnehmen wollte. Nazmi Bulut spritzte allerdings dazwischen, umkurvte die beiden verdutzten Ketscher Akteure und schoss zum überraschenden 0:1 ein.

Die Antwort der Heimelf ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur vier Minuten später gab es einen Freistoß für Gastgeber Ketsch von rechts, den Steffen Jung scharf vors Tor der Gäste zirkelte und die Kugel fand – über alle hinweg – ihren Weg ins Netz zum 1:1-Ausgleich. Ketsch zeigte sich nun drückend überlegen, und in der 75. Minute war Gökhan Kaya frei in Richtung Gästetor unterwegs. Statt selbst abzuschließen, wollte er den mitgelaufenen Mäx Reuter bedienen, sein Pass geriet allerdings etwas zu lang, so dass die gute Chance ungenutzt verpuffte. In der 78. Minute war Mäx Reuter rechts durchgebrochen. In seine scharfe flache Hereingabe auf den hinzueilenden Kerim Öztürk grätschte der zurückeilende Gästeverteidiger gerade noch hinein und das Leder trudelte am kurzen Pfosten knapp vorbei zur Ecke. Aus dieser entwickelte sich eine gute Konterchance für Türkspor und Jonas Wies kam gegen Masanneh Ceesay etwas zu spät, der von ihm am Ketscher Keeper vorbeigespitzelte Ball trudelte aber ebenso knapp am Gehäuse vorbei.

Nach 80 Minuten narrte Leonce Eklou die Gästeabwehr und zog aus 20 Metern ab. Türkspors Bester an diesem Tag, Hamdi Koc, zwischen den Pfosten lenkte die Kugel gerade noch um den Torwinkel herum. Hektisch wurde es dann in der Nachspielzeit. Gökhan Kaya hatte für Ketsch noch zweimal den Siegtreffer auf dem Schlappen, kam aber nicht zum Abschluss. Als er nach der letzten vergebenen Chance nachsetzte, wurde er von seinem Gegenspieler im Strafraum umgerissen, was Schiedsrichterin Evelyn Holtkamp aber ungeahndet ließ. Türkspor konterte aus der Situation und stand plötzlich mit zwei Mann frei vor dem Ketscher Kasten, brachten das Spielgerät aber nicht darin unter. jf

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