Ketsch

68. Fasnachtsumzug Aus Gründen des Umweltschutzes kein Plastikkonfetti und keine Wegwerfbecher / Bis Anmeldeschluss 80 Fuß- und Wagengruppen mit dabei

Neue Tassen avancieren zum Souvenir

Ketsch.„Wenn die Sonne scheint und der Himmel lacht, dann ist in Ketsch wieder Strooßefasnacht“ – mit diesem Spruch wird Bernd Bürkle, der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Ketscher Vereine (IG Vereine), am Sonntag, 23. Februar, alle Fasnachter begrüßen. Laut Angaben der IG Vereine haben sich bis zum gestrigen Freitag, dem offiziellen Anmeldeschluss, rund 80 Fuß- und Wagengruppen angekündigt und wollen beim närrischen Lindwurm in der Enderlegemeinde mit dabei sein.

Ergänzt durch zahlreiche Spielmannszüge, Musikvereine und Guggemusik wird der 68. Ketscher Fasnachtszug, der traditionell auf den Fasnachtssonntag terminiert ist, nicht nur optisch, sondern auch akustisch ein Höhepunkt werden, versichern die Zugmarschalle Hartmut Stang und Bianca Ehlert. Auf Plastikkonfetti werde vollständig verzichtet, man sei sich der Verantwortung der Umwelt gegenüber bewusst.

„Voraussichtlich werden wieder zehn Stände auf dem Zugweg für die kulinarische Versorgung bereitstehen“, erläutert Bürkle, der längst als „Ketscher Bu“ eine Institution rund um das Zuggeschehen an den närrischen Tagen geworden ist. An den bekannten Stellen werden unter anderem die IG Vereine, der Tennisclub, die Spvgg 06 und die DLRG, der Bistro Bus, das Grubenlämple und Fast Kitchen mit Musik, Getränken und Snacks für das leibliche Wohl der Zuschauer bereitstehen.

An den Ständen werde dem Umweltaspekt ebenfalls Rechnung getragen und Wegwerfbecher soll es keine mehr geben. Man setzt auf Mehrwegflaschen und Becher und auf eine Neuerung: Gesponsert von Globus und unterstützt von der IG Vereine, der Trägerin der Ketscher Ehrennadel in Gold Ingrid Blem und Günther Martin, Gemeinderat der Grünen, kommen in diesem Jahr besondere Tassen zum Einsatz. Diese könne man für einen Pfandbetrag von zwei Euro bei den Ständen erhalten.

Straßenorden erneut im Angebot

„Wer möchte, kann die Tassen natürlich wieder abgeben, doch vielleicht sind diese ja auch für den ein oder anderen ein schönes Souvenir des Fasnachtszugs, genauso wie die Straßenfasnachtsorden, die es auch wieder geben wird“, sinniert Bernd Bürkle.

Über die zahlreiche Beteiligung beim närrischen Lindwurm ist die IG Vereine erfreut, ebenso über die tolle Unterstützung seitens der Gemeinde, der Polizei und des Bauhofes: „Besonders schön ist es, dass der Tennisclub und die Fußballer nicht nur Stände haben, sondern auch immer mit schönen Fußgruppen den Zug bereichern. Und auch für die Sicherheit stellen die Spvgg 06 ehrenamtliche Security-Helfer. Ihnen gleich tut es die Goldwing Association, die mit ehrenamtlichen Security-Helfern und einer Fußgruppe präsent sein werden“, lobt Bürkle. Für die Sicherheit während des Zuggeschehens ist neben den „Ehrenamtlichen“ auch ein hauptberuflicher Security-Dienst im Einsatz, genauso wie Sanitäter und Ersthelfer.

Tribüne vor dem Rathaus

Ab 13.33 Uhr wird bei der Tribüne vor dem Rathaus Bernd Bürkle für Stimmung mit Liedern und Schunkelrunden sorgen. Unterstützt wird er von Frank Brunisch alias „Pitcher Boy“ aus Hockenheim, der mit Country-Liedern den Zuschauern einheizen möchte. Zur Moderation des 68. Fasnachtszuges hat sich Bürkle zusätzliche Profis eingeladen. Karin Urbansky und Frank Barth, der Präsident des Carneval Clubs der Knöchelträger Mannheim, moderieren seit Jahrzehnten den Umzug in Mannheim und Ludwigshafen. Doch da deren Moderationsstation in diesem Jahr in Ludwigshafen aufgrund einer Baustelle entfällt, kommen die beiden gerne in die Enderlegemeinde und werden mit flotten Sprüchen das Programm bereichern.

Pünktlich um 14.01 Uhr beginnt laut Plan der fröhliche und farbenfrohe Zug seinen Weg im Bruchgelände, läuft dann durch die Schwetzinger Straße, biegt in die Bahnhofstraße ab, um sich dann weiter durch die Gutenbergstraße wieder Richtung Bruchgelände zu bewegen.

Schnelle Auflösung im Bruch

Im Bruch wird sich der Zug dann sofort auflösen, eine After-Train-Party wird es nicht geben (wir berichteten). „Leider kam es in den letzten Jahren zu Zwischenfällen mit stark alkoholisierten Personen und Sachbeschädigungen. Gemeinsam mit den öffentlichen Stellen wurde daher der Beschluss gefasst, in diesem Jahr so vorzugehen, was der Vorsitzende der IG Vereine Jürgen Kugler und auch ich sehr bedauern. Wir tragen allerdings aus voller Überzeugung und dem Sicherheitsgedanken heraus diese Entscheidung vollumfänglich mit“, betont Bernd Bürkle.

Die in den Jahren zuvor nach dem Zug stattfindende Bekanntgabe der Preisträger – es werden die drei schönsten Fußgruppen, die drei spektakulärsten Mottowagen und die beste Jugendgruppe von einer Jury prämiert – werde nach der Veranstaltung auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden, erklärt Bürkle.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional