Ketsch

Ökumene Afterwork-Gottesdienst auf dem Marktplatz / 30 Minuten zum Innehalten

Neugierig auf neuen Pfaden

Ketsch.Dort, wo das Leben pulsiert, wo sich Straßen kreuzen, Autos und Fahrräder vorbeifahren und Menschen vorbeigehen, genau dort einmal innezuhalten, durchzuatmen und sich zu besinnen – eine interessante Herausforderung. Beim 13. Afterworkgottesdienst auf dem Marktplatz in der Enderlegemeinde war dies möglich.

Begleitet von besinnlicher Musik, gespielt an der Querflöte von Ulrike Engelhardt, untermalt von Oliver Brinkmann an der Bassgitarre und Pfarrer Christian Noeske an der Konzertgitarre, luden die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden von Brühl und Ketsch dazu ein, bei einem Wortgottesdienst den eigenen Lebensweg genauer zu betrachten. Inspiriert durch meditative Texte, gelesen von verschiedenen Mitgliedern der Kirchengemeinden und einer passenden Bibelstelle, gelesen von Pfarrer Noeske, konnten die Besucher der Open-Air-Andacht reflektieren, welche Bedeutung beispielsweise Wegpunkte, Wegziele, Weggefährten oder Gott für jeden persönlich haben.

Macht ein unbekannter Weg neugierig oder verunsichert er? Hat man das richtige Reisegepäck mit auf seinem Weg oder zu viel Ballast? Impulse, über welche die Besucher zum stillen Nachdenken eingeladen wurden wie etwa Veronika Pfister: „Ich bin zum zweiten Mal dabei und diese halbe Stunde ist etwas Besonderes. Sich einfach mal kurz Zeit nehmen – das ist wichtig in der hektischen Zeit“, erklärte die Brühlerin.

Zeit im Freien geht zu Ende

Die herbstliche Kulisse auf dem Marktplatz mit den bunt gefärbten Bäumen und die kühlere Temperatur zeigte an, dass die Zeit der Afterwork-Andachten im Freien zu Ende geht, auch wenn alle auf den aufgestellten Stühlen mit Sitzkissen versorgt waren und keiner frieren musste. „In Zeiten von Corona haben wir in der Kirchengemeinde erlebt, wie positiv Open-Air-Gottesdienste und -Andachten bei den Besuchern ankommen. Dies ist etwas, was wir sicher beibehalten werden, doch nun werden wir jahreszeitenbedingt wieder nach drinnen gehen“, erklärt Diakon Heiko Wunderling noch vor dem 30-minütigen Gottesdienst, der mit sanfter Musik eingeleitet wurde.

Wenn das engagierte Organisationsteam das nächste Mal zum After-workgottesdienst lädt, dann werde dieser in der katholischen Kirche stattfinden, mit dem, so wie Wunderling bei der Verabschiedung verspricht, sehr interessantem Thema „Perspektiven“. Wer eine kurze, aber gedanklich intensive Andacht von der Empore von St. Sebastian mit verschiedenen Lichtimpulsen erleben möchte, sollte sich für Dienstag, 17. November, um 18.30 Uhr für den nächsten Afterwork-Wortgottesdienst vormerken. csc

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