Ketsch

Not und Tugend

Archivartikel

In der Enderlegemeinde gibt es zu wenig Betreuungsplätze für Kinder – das ist die Not. In Ketsch gibt es zwei Erzieherinnen, die mitdenken – sie brachten mit ihrer Idee und dem Konzept einer Waldgruppe der kommunalen Kindertagesstätte Villa Pusteblume die Tugend auf den Weg.

Um aus der Not eine Tugend zu machen, brauchten Saskia Luksch und Laura Romina Adler aber noch die offenen Ohren von Bürgermeister Jürgen Kappenstein. Er hatte sie. Auch Hauptamtsleiter Ulrich Knörzer forschte akribisch nach einem geeigneten Areal zur Verwirklichung einer Waldgruppe. Er wurde im Obst- und Gartenbauverein fündig, der sich nicht dagegenstellte, sondern nach vorne blickte und die Win-win-Situation durch die Drei- bis Sechsjährigen in seiner Nachbarschaft sah. Der Bedarf einer Waldgruppe werde bei den Eltern ohnehin nachgefragt, sagte Saskia Luksch. Eine solche Art der Kooperation, um aus der Not eine Tugend zu machen, kann also ruhig Schule machen – oder eben Waldgruppe.

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