Ketsch

Freitag Bei "Me and the Heat" ist die Tanzfläche im Handumdrehen gefüllt / Fans sichern sich drei Stunden vor Beginn die besten Plätze / Mischung von Calypso bis Hardrock bietet etwas für jeden Geschmack

Ob Ed Sheeran oder Alice Merton - die Meute springt und tanzt

KETSCH.Aller guten Dinge sind drei? Weiß Gott nicht, wenn man sich den dritten Auftritt der Powerband "Me and the Heat" beim Backfischfest seit 2015 anschaut - das hat Potenzial für ganz viel mehr und hoffentlich jedes Jahr wieder im Bruch. Man braucht keine Silbe mehr als "Me and the Heat" zu sagen und weiß, hier ist Partystimmung für jeden Geschmack angesagt - immer freitags auf dem "größten Volksfest der Region", wie das Ketscher Backfischfest auch betitelt wird.

Dann ziehen "Me and the Heat" die Leute ins Zelt, wenn diese nicht schon die besten Plätze seit 17 Uhr blockieren, obgleich die zehn Musiker erst für 20 Uhr angesagt sind. "Sicher ist sicher", meinte Marion Krebs aus Karlsruhe, die für ihre Freunde den Tisch freihält, "zwei davon arbeiten heute bis 18 Uhr, danach ist ja hier nur noch weiter hinten was frei." Wo sie recht hat, hat sie recht: Gegen 19.30 Uhr waren die Bänke fast voll besetzt, die weiträumige Tanzfläche vor der Bühne noch gähnend leer. Mike Frank und seine Mitstreiter machten es spannend, kamen ein wenig später erst auf die Bühne, gingen dann aber sofort in die Vollen.

Das Intro "Dance Band" machte klar, worauf das Programm des Abends abzielte: Rauf auf die Tanzfläche und gehörig abtanzen. Trompeter und Sänger Marvin Dallaway und Rapper Cecil Costen "SouL", zeigen Animationstalent und schafften es, dass Stehtische nach vorne rückten, etliche Partyleute sich darum und dazwischen vom Rhythmus fangen ließen und abtanzten. Keine fünf Minuten dauerte es, bis sich die Leere bis zur Absperrung füllte. Ja, "Me and the Heat" zogen am Freitagabend ein anderes Publikum an als es das Fetenvolk an anderen Abenden war. Jedoch waren auch sie nicht weniger zum Tanzen aufgelegt. Der Aufforderung von den Musikern: "Wir tanzen zusammen", kamen sie alle nach. Vier Schritte nach rechts, vier nach links - die Musiker machten es auf der Bühne vor, die Menge zog nach - ein Riesenspaß und ein tolles Bild, weil es kollektiv umgesetzt wurde. Dann kam es hart: "Keule", alias Christian Haas, steht für Rock satt, Headbangen und die echten Töne, die den Körper vibrieren lassen. "Sexy Back" im Rockstil á là Justin Timberlake, danach fetzte "Radar Love" von Golden Earring ins Gehör, in die Arme und Beine, das Festzelt war in Bewegung, die Laune ganz oben. Christin Kieu brachte mit "Shape of You" von Ed Sheeran die Laune Hoch, Cecil Costen rappte mit "Joy and Pain" von Maze hinterher, "No roots" von Alice Merton - die Menge hüpfte, tanzte, sang.

Für jeden etwas dabei

"Me and the Heat" überzeugten mit vielen Sängern, Musikern und einer Mischung von Calypso bis Hardrock, von Hip-Hop bis Rap - da findet jeder, was ihm gefällt, und wenn's nicht ganz dem eigenen Stil entspricht, trägt die Stimmung im Zelt einfach jeden mit. Die bleibt ganz oben an diesem Freitagabend, bis zum umjubelten Finale, das mit "Locomotive Breath" von Jethro Tull Progressive Rock und mit "Engel" von Rammstein noch eine Prise Rock bringt.

Das klang nach mehr und sah auch so aus - spätestens im nächsten Jahr beim Backfischfest, am Freitagabend mit einer gepflegten Superparty für die Jungen und Junggebliebenen. zesa

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