Ketsch

St. Sebastian Beim ökumenischen Kinderbibeltag werden eigene Wahrnehmungen erkundet

Parcours schärft Sinne

Archivartikel

Ketsch.Die biblische Geschichte von der Heilung eines Taubstummen durch Jesus zieht sich wie ein roter Faden durch den fünfstündigen ökumenischen Kinderbibeltag, für den Gemeindereferentin Sigrun Gaa-de Mür und Gemeindediakonin Carmen Foos die Verantwortung übernommen hatten. Unterstützt wurden sie von Bettina Kesselring, Cornelia Peters, Celina Rebholz, Marie Schäfer, Claudia Wagner, Judith Kah, Nicole Petri und Ingeborg Schmidt.

Sie starteten in der Kirche St. Sebastian mit einem Morgengebet und dem Lied „Einfach spitze, dass du da bist, komm, wir loben Gott, den Herrn”. Die Schülerin Alina als Brillenträgerin begleitete das folgenden Lied „Pass auf, kleines Auge, was du siehst, denn der Vater im Himmel schaut immer auf dich” pantomimisch, was zum späteren Geschehen gehört. Ziel der Veranstaltung war, im „Parcours der Sinne” in altersgemäßen Gruppen die eigenen Wahrnehmungen zu erkennen und zu schärfen.

Im Ballkreis um die Betreuerinnen Cornelia und Bettina im großen Saal des Pfarrheims stellten sich die Jüngsten mit Namen und Alter vor und nannten ihren Kindergarten. Nach dem lustigen Fragespiel „Magst du lieber Pommes oder Äpfel?” oder „Schleckst du lieber Schokoladen- oder Erdbeereis?” tummelten sie sich im Pfarrgarten unter blühenden Kastanien mit Fangspielen.

Im Untergeschoss war eine Diskussionsrunde bei Claudia und Bettina mit sechs- bis achtjährigen Schulkindern im Gange. Da ging es um das tägliche Verhalten miteinander. Nicht bequem sein und einfach weghören, wenn beispielsweise jemand gehänselt oder bedroht wird, sei falsch, sich für den Schwachen einmischen und hilfsbereit sein, so wollen sie sich auch zukünftig verhalten.

In den Pausen befanden sich erfrischende Getränke sowie Obst- und Gemüsescheiben im Angebot. Zur Mittagszeit stillte das Küchenteam den Hunger mit Spaghetti und Tomatensoße, und als Nachtisch durften sie zwischen Obst und Eis wählen.

Die Heilung des Taubstummen

Carmen Foos und Sigrun Gaa-de Mür erzählten im Wechsel die Geschichte von der Heilung des Taubstummen frei nach Markus 7, 31-37: Da steht Joschi, von Geburt an taub und stumm, er hört nichts, kann nicht sprechen. Leute sprechen ihn vergeblich auf der Straße an, er reagiert nicht. Joschi ist traurig und allein. Jemand stellt ihm ein Bein, er stolpert – ein Ball trifft ihn. Passanten lachen über ihn. Er setzt sich traurig in eine Ecke, wo ihn zwei hilfsbereite Freunde finden. Sie erzählen ihm, Jesus sei in der Stadt, er kann es nicht hören. Sie nehmen ihn an die Hand. Er hat Angst, was wird passieren? Jesus nimmt Joschi zur Seite, sie kommen zurück, und Joschi erzählt: „Ich bin ja so glücklich, Jesus meint es gut mit mir, er hat mich geheilt.”

Weiterhin war Basteln angesagt. Die Schülerinnen Larissa (12) und Leonie (11) halfen überall mit. „Durch meine Religionslehrerin Carmen Foos bin ich heute dabei, es macht viel Spaß“, bekannte Leonie, und Larissa half auf Empfehlung ihrer Religionslehrerin Sigrun Gaa-de Mür mit. Bei Marie und Celina fertigten die Kinder aus farbigen Wollfäden hübsche Freundschaftsbändchen, und anschließend ist der Verzehr von Überraschungseiern eine angenehme „Pflicht“.

Die geleerte Kapsel darin befüllten sie mit Gemüsesamen, und mit Klebeband zwischen zwei Einweglöffeln befestigt, wird daraus eine Rassel. Andere beklebten Blumentöpfe mit Butterbrotpapier, ein Gummiring darum, und fertig war die Trommel zum Mitnehmen. Die Eltern werden sich über die neue Geräuschkulisse freuen.

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