Ketsch

Spende Dartspieler vom "Pub zum Gaul" erspielen jedes Jahr Geld für soziale Projekte / Turniere füllen die Kasse / Wer verliert, zahlt einen Betrag ein

Pfadfinder bekommen 1000 Euro für ein neues Zelt

Ketsch.Für 70 Menschen war dieser Augenblick ein bisschen wie Weihnachten: Als Peter Pister gemeinsam mit seinen Freunden Stefan Eberlein, Harald Fluhrer und Markus Schreiner einen Scheck in die Hände von Matthias Lahres und Jan Papirnik legte, freuten die sich stellvertretend für alle Aktiven bei Don Bosco, dem Pfadfinderstamm in Ketsch. "Das Geld ist willkommen", strahlten die beiden Gruppenleiter und bedankten sich ausgiebig bei den "Dartern mit Herz".

Die Männer wiederum freuten sich, dass sie bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr Gutes tun konnten. Spielerisch sozusagen, denn Darts ist ihr Hobby und mit dem Werfen der Pfeile bringen sie Mal um Mal Geld in die Kasse. Jede Woche treffen sie sich - auch mit anderen Dart-Clubs - im "Pub zum Gaul" und lassen die Pfeile fliegen, bis sie den Besten unter ihnen ermittelt haben.

Fürs Verlieren bezahlen

"Bei den Kratzer-Turnieren kommen immer viele Leute zusammen", berichtete Peter Pister, Inhaber des Pubs. Dabei bekommt derjenige, der die höchste Zahl nach einer Runde hat, einen Strich, den "Kratzer". Nach drei Strichen hat er verloren. Jeder Mitspieler gibt aber noch mehr als den puren sportlichen Ehrgeiz, denn in der Kasse landen jedes Mal zwei Euro. "Einen großen Beitrag leistet auch Stefan Eberlein als Automatenaufsteller", berichtete Pister. Das Geld wird immer dann ausgeschüttet, wenn 1000 Euro zusammengekommen sind.

Die zweite Spende in einem Jahr? Ein Zeichen für Spielfreude und Gemeinschaft, befanden die Spieler und hielten den Daumen hoch. Keine Ausnahme wird bei den Empfängern des Geldes gemacht. "Wir geben sie immer für die Jugendarbeit", so Peter Pister. Im Frühjahr erhielt der Förderverein der Neurottschule die beeindruckende Summe, jetzt freuten sich die Pfadfinder der katholischen Kirche über Weggeld, das ihnen hilft, die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen fortzusetzen.

"Wir werden wohl ein neues Zelt kaufen", betonte Matthias Lahres. Oft unterstütze die Gemeinschaft auch Kinder, die sich die Winter- und Sommerlager der Pfadfinder finanziell nicht leisten können, berichteten die beiden jungen Männer. ak

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