Ketsch

Unrat am Ufer Schwetzinger Familie macht Müllsack im Nu voll

Rauch’sche Rheinsäuberung

Archivartikel

Ketsch.Den milden Herbst in vollen Zügen genießen und dabei das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden, gelang der Familie Rauch aus Schwetzingen ganz vorzüglich. „Die Kinder wollen ja immer etwas machen“, sagt Susanne Rauch. Also ging es am Wochenendtag an den Rhein bei Ketsch – zweite Rheindamm-Abfahrt nach dem Ortsschild.

Die Kinder, fünf, elf und zwölf Jahre alt, sollten sich mit Greifzange ausgestattet an eventuelle unliebsame Hinterlassenschaften machen und das eingesammelte Resultat dem mitgebrachten Müllsack zuführen. „Die Kinder machen sich ja gerne einen Wettbewerb daraus“, sagt Susanne Rauch.

Gummireifen und Einweggrill

Nur wenige „Hier, ich habe was“ und „Schaut mal, was ich gefunden habe“ später war der Müllsack voll. Der Wettbewerb der Kinder dauerte insgesamt nur rund 20 Minuten. Mehr Zeit brauchte es nicht, um den Müllsack zu füllen. Etwa 500 Meter Rheinufer-Begehung reichten, um ein illustres Konglomerat an Weggeworfenem aufzuspüren: das Innere eines Gummireifens, Binden, ein Einweggrill mit den dazugehörigen Plastikresten der einstmals verpackten Speisen zum Beispiel.

Das veranlasste Susanne Rauch dann doch dazu, von einer „Sauerei“ in diesem „schönen Stück Natur“ zu sprechen. Weit und breit sei kein Müllbehälter zu sehen gewesen, weshalb die Schwetzingerin genau das vorschlägt – nämlich die Aufstellung mehrerer Behälter in regelmäßigen Abständen. Eventuell komme der eine oder andere dann sogar auf die Idee, einen davon für seinen Unrat zu benutzen. mab

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