Ketsch

Regelmäßig unterstützen

Archivartikel

Die Vorstellung ist idyllisch: Den Wocheneinkauf auf dem neugestalteten Marktplatz unter einem schattenspendenden Blätterdach erledigen, genüsslich an frischem Obst, Gemüse und anderen Köstlichkeiten schnuppern und nebenbei mit den freundlichen Händlern noch ein ausführliches Schwätzchen halten. So kann Einkaufen Freude machen – und vielleicht klappt es ja tatsächlich mit dem neuen Anlauf, wieder einen Wochenmarkt in Ketsch zu etablieren. Auch wenn in unserer schnelllebigen Realität der Gang über den Markt für die meisten Kunden wohl letztlich das Erledigen einer Notwendigkeit bleiben wird.

Aber ob dieser Anlauf langfristig von Erfolg gekrönt sein wird, hängt in erster Linie von uns Kunden ab. Nur mal ab und zu einen Apfel zu kaufen und ansonsten vor allem das idyllische Ambiente beim Flanieren durch die Marktstände zu genießen, wird den Händlern nicht das Geschäft sichern. Es ist wie bei den Tante-Emma-Läden oder den Einzelhändlern in der Innenstadt: Alle finden sie toll, aber kaum einer geht tatsächlich regelmäßig seine großen Einkäufe dort erledigen.

Selbstverständlich müssen die Händler auch Qualität und das gewisse Etwas bieten – klein und beschaulich zu sein, ist alleine noch kein Kaufargument. Doch für uns Kunden gilt: Wer sich über das Aussterben alter Traditionen beschwert, der muss sich auch fragen, ob er selbst diese Traditionen überhaupt unterstützt.

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