Ketsch

Sonnenernte Bei der Mitgliedergesprächsrunde wird über Rechenbeispiele für die Photovoltaik geworben / Klimadaten steigen

Regenerative Energie stärker nutzen

Archivartikel

Ketsch.Bei der jüngste Mitgliedergesprächsrunde des Vereins Sonnenernte wurde der meterologische Jahresrückblick erläutert. Weltweit gesehen war im vergangenen Jahr die globale mittlere Temperatur die zweithöchste, die seit Beginn der Messungen 1880 beobachtet wurde. Die fünf wärmsten Jahre der Datenerhebung traten alle während der vergangenen fünf Jahre auf, wurde erklärt. Neun der zehn wärmsten Jahre traten seit 2005 auf.

In Australien wurde das wärmste Jahr in der vorliegenden 110-jährigen Messreihe beobachtet. Landesweit wurde eine durchschnittliche Temperatur von 40 Grad Celsius während fünf aufeinanderfolgenden Tagen registriert. In Ozeanien wurde das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen registriert. In Südamerika war es das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (1910). In Afrika wurde das drittwärmste Jahr in der vorliegenden 110-jährigen Messreihe gemeldet. Die fünf wärmsten Jahre traten alle seit 2015 auf. In Asien war es das drittwärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die fünf wärmsten Jahre traten dort alle seit 2007 auf. Und in Europa haben Meteorologen das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet. Die Hitzerekorde häufen sich. Auch in Deutschland wurde das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in die Statistik eingetragen.

In Belgien, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich wurden im Juli neue nationale Hitzerekorde aufgestellt: Am 25. Juli mit 42,6 Grad Celsius in Deutschland.

Die in den Ozeanen in den oberen 700 Metern Wassertiefe gespeicherte Wärmeenergie erreichte im vergangenen Jahr ebenfalls ein neues Maximum. Die Erwärmung der Ozeane sei unwiderlegbar und ein Schlüsselmaß für das Energieungleichgewicht der Erde, stellte der Verein fest: Die überschüssigen Treibhausgase in der Luft fangen mehr Wärme im Klimasystem ein und treiben die globale Erwärmung an.

So gehen Stromkosten runter

Mehr als 90 Prozent der Wärme sammelte sich im Ozean aufgrund seiner großen Wärmekapazität und die andere Erwärmung äußert sich in der Aufheizung der Atmosphäre, der Austrocknung von Land sowie dem Schmelzen von Eis auf dem Land und im Meerwasser. „Es gibt keine andere vernünftige Erklärung als die menschenverursachten Emissionen von wärmefangenden Gasen“, stellt der Verein Sonnenernte in einer Pressemitteilung fest, „deshalb wird die stärkere Nutzung der Sonnenenergie immer wichtiger“. Die Überprüfung der ökonomischen Zweckmäßigkeit könne mit dem Solarrechner der Stiftung Warentest oder Online-Rechner der EnergieAgentur-NRW erfolgen. Beispielsweise könne eine 8,2-Kilowatt peak-Solarstromanlage mit Speicher für 16 400 Euro netto den Stromverbrauch senken und ins Netz einspeisen, betont Sonnenern-te.

Bei 20 Prozent Eigenverbrauch und einem Prozent Steigerung der Stromkosten würden sich mit dem Renditerechner der Stiftung Warentest jährliche Gesamterträge von 972 bis 1002 Euro ergeben, bei 60 Prozent Eigenverbrauch 1429 bis 1587 Euro. Steigen die Stromkosten um zwei Prozent würden sich bei 20 Prozent Eigenverbrauch Erträge von 976 bis 1096 Euro ergeben, rechnet der Verein vor. „Kontrollieren Sie Ihren Stromverbrauch und nutzen Sie die Rechner“, ruft der Verein die Bevölkerung auf. zg

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