Ketsch

Lumbeball In der Rheinhalle ist weniger los als in den Vorjahren, die Stimmung ist dennoch super / Deejay D., DJ Timo Stermuls und DJ Thomas Hummel lassen es krachen

Schneewittchen feiert den Junggesellenabschied

KETSCH.Die Luft schwirrt im wummernden Basssound und vor Wärme. Die strahlen Hunderte kostümierte Menschen beim großen Lumbeball aus. Deejay D., DJ Timo Stermuls und DJ Thomas Hummel lassen es wieder krachen im Bruch. Man fragt sich nur, wo die allesamt in geringelte Sträflingsklamotten gehüllten Musikfreaks und Stimmungsmacher und ihr ebenso verkleidetes Team wohl ausgebrochen sind.

Gleich wie – sie haben es geschafft, ihr Technik-Equipment bei der Flucht unter die Arme zu klemmen und jetzt für satten Sound in der Halle zu sorgen. Passende Videos animieren, mitzumachen beim Musikritt durch alle Genres. Immer wieder sind Mädchengruppen auf der Bühne Gast, zeigen, was in ihnen steckt, tanzen was das Zeug hält.

Die Rheinhalle und alle maskierten Menschen darin nehmen die Vibrationen der Bässe und Beats auf. Pfiffe. Kreischen. Spaß. Donnernder Applaus. Überall wird getanzt, manche Gruppe, einige Pärchen, platzieren sich vor der Fotobox – ein cooles Foto ist fertig. Während an den Theken die Helfer aus dem Team um Organisator Stefan Schneider sausen, geht es im Getümmel eher gelassen zu: Romina und Johanna aus Ketsch und Hockenheim sind Fans des Balls: „Wir kommen schon seit einigen Jahren her und haben Mega-Spaß.“ Schon sind die beiden wieder unterwegs in der Menge.

Es ist viel Bewegung in der Halle, wenig Partyvolk sitzt an den Tischreihen der überwiegende Teil bevölkert die Stehtische. Polonaisen ziehen sich ab und an durchs Gedrängel und in den Bereich zum Halleneingang, dort ist recht gut Raum für gruppenweise Tanzereien.

Weniger große Gruppen

Was ein wenig in der Optik fehlt, sind große Kostümgruppen zu einem Thema. Einzig die in karierten Hemden steckenden Begleiter von Schneewittchen posieren fürs Foto. Sie sind eine Partygruppe, die Junggesellenabschied in der Rheinhalle feiert. Schneewittchen, alias Meral, wird den Bund fürs Leben eingehen, „hier ist echt was los, die Sause macht richtig Spaß“, sagt er.

Veranstalter Stefan Schneider hat sich ins Rugby-Shirt geschmissen, ist mit Überblick an allen Ecken unterwegs. „Wenn man bedenkt welche Sicherheitsvorkehrungen wir treffen müssen, ist das hier eine tolle Party mit extrem vielen Menschen“, sagt er und lässt den Blick wieder konzentrierter schweifen, wie die zahlreichen Security-Leute und schon am Eingang die Kontrolleure.

„Feiern – aber sicher!“, ist die Devise. Baywatch-Retter, Minnie Maus, Polizisten, Gauchos, Indianer, Hippie-Girls -– die Kostüme sind voller Fantasie gewählt und wichtig, denn nur mit Narrenklamotte darf man überhaupt rein zur bislang angesagtesten Fete am Fasnachtssamstag.

Alles was das Fasnachtsrepertoire bietet, haben die DJs wieder in Remixe verpackt und peitschen damit die Stimmung zu Extremhöhen von „Westerland“ über „Amsterdam“ bis „Ich war noch niemals in New York“. Wem es zu bunt wird, der gönnt sich ein Päuschen vor der Halle, frische Luft tanken und wieder rein ins Fetengeschehen heißt es auch für Dora und Nathalie aus Speyer, die als Hase und Dirndl unterwegs sind und attestieren: „Die Musik ist Oberklasse, aber es ist weniger los dieses Jahr, wir kommen aber nächstes Jahr wieder“, das seht für die Debütantinnen im Ketscher Bruch fest.

Im Hintergrund sind die Mitglieder vom Musikverein 1929 die „Schaffer“ an den Spülmaschinen, sie helfen Musikverein-Mitglied und Fetenorganisator Stefan Schneider, der für den Musikverein in der Rheinhalle steht und die Kinderparty moderiert. zesa

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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