Ketsch

Interessengemeinschaft Ketscher Vereine Jürgen Kugler erneut zum Vorsitzenden gewählt / Närrischer Lindwurm wird wieder über die Schwetzinger Straße führen

Schwarze Fasnachtskultur eindämmen

Archivartikel

Ketsch.Die Interessengemeinschaft Ketscher Vereine (IG Vereine) wird weiterhin von Jürgen Kugler geleitet. 27 Vereinsvertreter im Sitzungssaal des Rathauses bestätigten den Vorsitzenden einstimmig im Amt.

Bei der Mitgliedervesammlung wollte Kugler wissen, welche Themen künftig für die Vereine aufbereitet werden sollen. Orientierung gaben die sechs wichtigsten, die beim Sportbund die Agenden beherrschen. Aus dem Plenum kam die Bitte, man möge das Thema Finanzierung fokussieren und die Möglichkeiten für Zuschüsse beleuchten. Von der Gemeindeverwaltung nahm Ulrich Knörzer an der Versammlung teil. Und der Hauptamtsleiter machte das Angebot, bei Bedarf in Vorbereitung eines Antrags gemäß der gemeindeeigenen Förderrichtlinien sich bei ihm kurz zu erkundigen.

Jürgen Kuglers Rückblick auf Fasnachtsumzug und Maifest samt Sommertagsumzug, wobei der Dank der Gemeinde, dem Roten Kreuz, der Polizei oder der Feuerwehr und nicht zuletzt den engagierten ehrenamtlichen Helfern gehörte, ist vor allem auch Ausblick auf die kommenden Neuauflagen.

Café als neuralgischer Punkt

Der Brauchtumspflege beim närrischen Lindwurm durch den Ort fühlt man sich verpflichtet. Doch Entartungen, wie sie auch dieses Jahr festgestellt wurden, gerieten zum Thema. Gregor Ries von der KG Narrhalla wünschte sich, dass im Vorfeld über die eine oder andere Gruppe, die sich am Fasnachtsumzug beteiligen möchte, nachgedacht wird. Auch in anderen Orten seien die Pelzkittel, deren Art Fasnacht zu feiern mindestens fragwürdig erscheint, nicht mehr Teil des Treibens.

Neuralgische Punkte wie Nahe des Café Kaufmanns wurden angesprochen, wo es dieses Jahr zur Schlägerei kam. Gunnar Wagner von den Hewwlgugglern und andere sprachen in diesem Zusammenhang von der „Schwarzen Kultur“ und diversen Anhängern, von Fasnachtstouristen, denen es nur um die Bühne geht, um über Maß dem Alkohol zu frönen und die handfeste Auseinandersetzung zu suchen.

Der Forderung von Verbotszonen wollte sich Ulrich Knörzer nicht anschließen. Das sei auch nur mit einem großen Aufgebot an Polizei umsetzbar. Die Sicherheitskräfte seien am Tag des Umzugs aber auch in anderen Orten im Einsatz. Jürgen Kuglers Haltung, der nichts beschönigt, aber auch nicht dramatisiert, gefällt dabei. Man werde das Thema Sicherheit abermals unter die Lupe nehmen. 20 Polizisten plus 65 beauftragte Sicherheitskräfte seien im Einsatz gewesen. Ganz in den Griff bekomme man die auf Krawall gebürsteten Fasnachter gleichwohl nicht.

Fünfte Jahreszeit im „Alla hopp“

Der Umzug wird derweil 2020 wieder seine gewohnte Wegstrecke nehmen und via Schwetzinger Straße führen. Gespannt sein darf man auf den neuen Marktplatz als neuen alten Treffpunkt der Fasnachter.

Am Montag, 11. November, werde erstmals die „Alla hopp“-Anlage als Start in die fünfte Jahreszeit genutzt. IG-Geschäftsführer Bernd Bürkle freute sich schon auf die rund 400 Kinder, die hierzu erwartet werden. Da der Verkauf der Straßenorden schon bessere Zeiten erlebte, wird über das Feilbieten eines Bechers mit Orden und Sponsorenaufdrucken nachgedacht, wie Bürkle erklärte.

Maifest ohne Kleintierzüchter

Das Maifest, das kommendes Jahr am Freitag und Samstag, 22. und 23. Mai, gefeiert wird, habe sich in der Neukonzeption bewährt. Allerdings werde der Kleintierzüchterverein nicht mehr mit dabei sein. Die Carnevalsgesellschaft habe aber Interesse angemeldet. Insgesamt sechs Vereine halten beim Maifest auf eigenes finanzielles Risiko die Fahne vor der Rheinhalle hoch. Jürger Kugler lud alle Vereine ein, über ein Engagement beim Maifest nachzudenken.

Darüber hinaus sei in das Maifest der eine oder andere Programmpunkt integriert, der die Partnerschaft zur französischen Gemeinde Trélazé geschuldet sei. Im kommenden Jahr jähre sich die Partnerschaft zum zehnten Mal, weshalb eine Delegation aus Frankreich in der Enderlegemeinde weile.

Der Tag des Ehrenamts sei für Donnerstag, 5. Dezember, vorgesehen, sagte Kugler. und für 2020 werde der Ketscher Spendenlauf „Run for the Kids“ wiederholt, bei dem die Mobile Jugendarbeit Brühl-Ketsch und Fitnesscoach Christian Beck gemeinsame Sache machen und der im September erstmals auf einen Rundkurs bat. Wie zu hören sei, in größerer Form, da sich ein Sponsor verdinge.

Die IG Vereine verfügt über rund 7400 Euro, verteilt auf mehrere Konten, wobei ein Großteil auf dem „Sicherungskonto“ ruht. Für die Veranstaltungen der IG Vereine werden rund 20 000 Euro als durchlaufende Posten bewegt. Die Entlastung für 2018 erfolgte einstimmig.

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