Ketsch

Bootshausfest Große Nachfrage nach Fahrten entlang des Rheins / Vereine aus der Umgebung zu Gast / Zahlreiche Helfer stammen aus der Jugendabteilung

Selbst gemachten Hackbraten zu musikalischen Klängen genießen

Archivartikel

KETSCH.Die Sommernacht war lau, die Gäste hatten es sich unter den Zeltdächern bequem gemacht, genossen frische Luft, heiße Hackbraten, Musik und plauderten angeregt bei kühlen Getränken beim Bootshausfest des Wassersportclubs. Ein wenig hat der Vorstand um den neuen Vorsitzenden Thomas Leiser die Organisationsstruktur angepasst und damit einen noch besseren Ablauf geschaffen.

„Jede Station bearbeitet selbst ihr Angebot, alle Fäden laufen dann bei Jonathan Green zusammen“, schilderte Leiser, dass es läuft. Viele Jugendliche waren unterwegs, sammelten Geschirr ein und bestückten das Spülmobil. Die Jugendabteilung sei gut aufgestellt, meinte der WSC-Chef, denn die bestehende AG mit der Marion-Dönhoff-Schule in Brühl mit deren Leiter Hagen Koch bringe auch 16 Schüler mit in den Verein. „Dorthin haben wir auch einen Großkanadier abgegeben, den die Schüler aufarbeiten“, erklärte Leiser. Im Hintergrund spielten „Mit ohne Strom“ – Tobias und Florian – gerade „Word up“ von Cameo, ein frisches junges Programm, „die beiden haben aber für jeden Anspruch was parat“, erklärte Leiser, und wenig später waren irische Klänge zu hören, kurz darauf etwas Deutsches.

Fahrten sind der Renner

Das passte zum bunt zusammengewürfelten Publikum aus jungen und mittelalten Paaren sowie älteren Herrschaften, die sich bestens unterhielten. Einige Kinder waren dabei, die mit Opa auf einem Großkanadier schonmal Trockenübungen machten. Es wurden Schwimmwesten angelegt und ausprobiert, wie es sich im Boot mit acht Plätzen sitzt.

Fahrten damit gab es samstags den Tag über, sonntags waren die Touren der Renner. Immer zwei versierte Leute aus dem Verein waren bei jeder der stündlichen Touren dabei – einer vorn, einer hinten im Achterboot. Die Fahrten waren immer ausgebucht. So eine Tour aus dem Altrhein raus, ein Stück in den Neu-rhein hinein und wieder zurück dauerte schon einmal gut eine Stunde, Schwimmwesten waren dabei natürlich zwingend Vorschrift. Begeistert zeigten sich Groß und Klein nach einer Wasserrunde. „Wir laden zu unserem Fest auch die umliegenden Vereine mit Wasserfaible ein“, schilderte Volker Moessinger, zuständig im Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit, dass sonntags etliche Abordnungen anruderten und eine Stippvisite zum Essen und Trinken machten. Darauf erfolgte ein Austausch unter den Fachleuten an den Biertischen. Auch das Wetter spielte mit: Wassergetragene und radelnde Ausflügler fanden beim WSC ein nettes Ziel.

Die etwas andere Frühtour gibt es alljährlich zum Bootshausfest: Um 5.30 Uhr ging es am Sonntagmorgen mit Wanderwart Marco Szelk und einigen Paddelwilligen vom Alt- und den Neurhein zum Otterstadter Rhein und zurück, gut 15 Kilometer weit. Danach hatte man sich den Frühschoppen beim Fest echt verdient, aber auch die Natur am frühen Morgen genossen.

Mit Ende der örtlichen Gottesdienste kamen die Gäste zum Hacksteak essen. „Das ist unser Geheimrezept, die Spezialität für die Gäste“, betonte Leiser. „Mit ohne Strom“ hauten derweil „Locomotive Breath“ von Jethro Tull raus. Beim WSC-Bootshausfest passte also wieder alles: Lokation, Entenrennen, Verpflegung, Musik, Stimmung.

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