Ketsch

SPD Gesprächen mit Union nicht verschließen

Skepsis vor Groko

Ketsch.Der Parteitag der Sozialdemokraten, der heute in Berlin stattfindet und bei dem die SPD-Führung grünes Licht möchte, um eine weitere Zusammenarbeit mit CDU und CSU auszuloten, war auch bestimmendes Thema des SPD-Ortsvereins. Es sei richtig, sich im Sinne einer stabilen und verlässlichen Regierung für Deutschland und Europa diversen Gesprächen nicht zu verschließen, heißt es in einer Mitteilung im Nachgang der örtlichen Vorstands- und Fraktionssitzung.

Aber das Vertrauen in den ehemaligen Partner sei mehr als beschädigt und das gelte nicht erst seit dem unmöglichen Verhalten des CSU Ministers Schmidt beim Thema Glyphosat und der Reaktion von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Hier hätte man weitreichendere Konsequenzen für solch ein Fehlverhalten erwartet. Niemand, so auch nicht die SPD, sollte mit einem Vertragspartner, der sich nicht an vertragliche Absprachen hält, noch einmal denselben Vertrag schließen“, finden die Genossen in Ketsch.

Nicht so weiter wie bisher

In den Gesprächen mit der CDU/CSU, so ist sich der Ortsverein Ketsch einig, müsse die SPD beziehungsweise Martin Schulz zeigen, dass es so nicht weitergehe – ob als Große Koalition oder in einer anderen Form.

Für eine Fortsetzung einer großen Koalition müssten sich daher die Rahmenbedingungen wie auch die Umgangsformen drastisch ändern, so die einhellige Meinung der Genossen in Ketsch. Die bleiben aber mehr als skeptisch, ob dies geschehen wird. zg

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