Ketsch

Kolpingsfamilie 350 Schnitzel und 260 Portionen Pommes werden im Pfarrgarten von St. Sebastian abgeholt

Sonntagskuchen aus der Wundertüte

Ketsch.Heitere Stimmung, gut gelauntes Wirken und der Duft frisch gebackener Schnitzel: Dies war am Sonntag im Pfarrgarten von St. Sebastian Ketsch zu erleben.

Im Schatten der großen Bäume hatte die Kolpingsfamilie Ketsch ihre beliebte Sommerküche eingerichtet, wie sie sonst beim Sommerfest zu erleben ist. Dort bot sie „Schnitzel to go“ an, also Schnitzel und Pommes zur Selbstabholung. Die Idee dazu hatte Dieter Rey. „Wir wollen damit ein Angebot machen – quasi als Ersatz zum ausgefallenen Sommerfest, um mit dem Erlös anderen Menschen zu helfen.“ Wer ein arbeitsfreies Mittagessen für diesen Sonntag haben wollte, musste sich dazu vorab anmelden. Das konkretisierte die Planung und Vorgehensweise mit hoher Priorität für einen reibungslosen Ablauf. Familie Rey übernahm die telefonischen Anmeldungen. Nachdem die Aktion publik war, stand das Telefon kaum noch still. „An manchen Tagen meldete ich mich einfach mit: Schnitzel-Hauptquartier“, witzelte Dieter Rey lachend. Kein Wunder, denn die Resonanz war riesig!

Insgesamt 350 Schnitzel mit 260 Portionen Pommes fanden am Sonntag ihre begeisterten Abnehmer und das nicht nur unter Ketscher Bürgern. Aus der gesamten Region kamen Abholer in den Pfarrgarten. Familien und Freundeskreise machten ihre eigenen kleinen Sommerfeste zu Hause daraus – so auch die Kolpingsfamilie Brühl mit einer entsprechend großen Bestellmenge. Waren alle sonst gerne zu Gast beim Sommerfest in Ketsch, wollte man jetzt wie selbstverständlich die Schnitzel-Abholaktion unterstützen. „Ich weiß, ihr macht das für einen guten Zweck“, wurde beim Bestellen immer wieder bekundet.

Alles läuft wie am Schnürchen

Die notwendigen Hygienemaßnahmen wurden bereits beim Planen detailliert besprochen – für das Zubereiten der Speisen ebenso wie das Koordinieren mit Zeitfenstern für die Abholungen. Entsprechend überschaubar und immer auf Abstand wurden so die Abholgäste durch den Pfarrgarten gelotst und prompt bedient. Auch das beliebte Stück Sonntagskuchen gab es zum Mitnehmen – verschlossen in einer „Wundertüte“. Zuhause durfte man sich überraschen lassen, was drin war: auf jeden Fall Selbstgebackenes. Mit dem Erlös des Schnitzelfestes werden die Obdachlosenhilfe der evangelischen Kirchengemeinde Ketsch und „Kolping international“ bedacht. Denn Brennpunkte großer Not gibt es viele und durch die Corona-Pandemie haben sich diese noch erweitert.

Nachdem die Bestellliste komplett abgehakt und alle To-go-Gäste versorgt waren, stärkte sich auch das Helferteam, das zufrieden auf einen gelungenen Sonntag mit sicherlich gutem Erlös blickte. mf

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