Ketsch

Haus und Grund Wolfgang Reineke und Michael Rudolf referieren über Miete und Nachlass

Sorgfältige Vorbereitung hilft den Erben

Ketsch.Beim Jahresabschluss von Haus und Grund im „Schützenhaus“ präsentierte Vorsitzender Rudolf Berger überraschendes Zahlenmaterial. Eine bundesweit vorgenommene Vermieterbefragung hatte ergeben, dass von sieben Millionen Privatvermietern etwa drei Millionen keinen Gewinn oder sogar Verlust machen.

Beim ersten Thema „Festgefahrene Miete – und was man dagegen tun kann“ waren Vermieter angesprochen, deren Mietzins schon lange unverändert ist. Viele Eigentümer machen keine realistische Kosten-Nutzen-Rechnung oder sie kennen sich nicht aus mit der Mietpreisgestaltung. In 24,9 Prozent der untersuchten Fälle erhöhten die Vermieter nur anlässlich einer Neuvermietung. Nicht selten dauern Mietverhältnisse bis zu 20 Jahren, was dann dazu führt, dass die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist.

Erhöhung auf „ortsüblich“

Die gesetzliche Vorgehensweise bei einer Erhöhung auf die „ortsübliche Miete“ wurde von Fachanwalt Wolfgang Reineke erläutert. Ohne Begründung gehe es nicht und in der Praxis bereiteten den nicht organisierten Vermietern die vorzulegenden Vergleichsmieten Probleme. Haus-und-Grund-Mitglieder seien im Vorteil, da sie auf ein breites Spektrum zugreifen könnten.

Fachanwalt Michael Rudolf referierte zum Thema „Nachlassgestaltung bei Immobilieneigentum“. Dazu gehört die Erkenntnis, dass eine Nichtregelung zuweilen die Ungewissheit hat, wem das Nutzungsrecht zusteht. Scheitert eine Einigung, drohe sogar die Zwangsversteigerung. Erblasser, so sagt die Statistik, seien in diesem Punkt „blauäugig“. Unter zehn Prozent gingen nicht davon aus, dass es wegen des Nachlasses zu Streit kommt. Frage man die Kinder als potenzielle Erben, ergebe sich ein anderes Bild: Es rechneten 25 Prozent mit Auseinandersetzungen. Schon deshalb, so Michael Rudolf, sei „äußerste Sorgfalt“ bei den Überlegungen geboten. zg

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