Ketsch

Gesangverein Sängereinheit Rudergemeinschaft Rheinau legt mit zwei Booten an / Deftiges vom Rost aufgetischt

Steht „Vadderdagsgrillfest“ vor dem Aus?

Archivartikel

Ketsch.Das „Vadderdagsgrillfest“ der Sängereinheit war wieder ein beliebtes Ziel für Vereine, Radtouristen, Wanderer und Unternehmungslustige. Zu den ersten Gästen gehörte die Mannheimer Rudergesellschaft Rheinau, die mit zwei Booten und neun Mann Besatzung am Altrhein angelegt hatten.

„Wir gehören hier seit mehr als 40 Jahren zu den Stammgästen, Uli ist mit 80 Jahren unser ältester Ruderer,“ erzählten die Schlagmänner Klaus und Michael. Nach dem Frühstück war bei ihnen Kegeln, Backbord gegen Steuerbord, im Schützenhaus angesagt, bevor sie sich nachmittags von den Sängern in Richtung Heimat verabschieden.

Kappenstein kehrt mit Familie ein

Örtliche Vereine, darunter die KG Narrhalla, oder die „Hewwlguggler“, gaben sich ein Stelldichein zum Frühschoppen. Manche blieben bis zum Mittagessen. Auch bei Bürgermeister Jürgen Kappenstein kehrte mit seiner Familie ein.

Herbert Gredel erinnerte sich, wie der damalige Männergesangverein für Kurzweil sorgte: „Anfangs waren es recht teure Busfahrten, dann feierten wir auf der Rheininsel am Försterhaus. Gerhard Rogall grillte Steaks und tolle Musik kam vom Band. Das wurde dann vom Forstamt wegen Brandgefahr verboten, auch die Hygiene ließ zu wünschen übrig. Kurze Zeit hospitierten wir auch auf der Hohwiese, das Gelände war noch nicht bebaut wie heute.“

Gegen Mittag war vor der Rheinhallengaststätte kein Platz mehr zu ergattern, viele standen Schlange für „Schweineknielin“, Leberknödeln, Steaks oder Bratwürste. Auch das Personal an der Getränkeausgabe und am Kuchenbüfett hatte alle Hände voll zu tun.

Eine Hiobsbotschaft gab Burkhard Seifert bekannt. Die Sängereinheit als ältester Verein in der Gemeinde könne das beliebte Grillfest personell nicht mehr stemmen. „Unsere Mitglieder sind älter geworden, die Kräfte lassen nach, Sängernachwuchs ist nicht in Sicht. Dieses Fest ist die wichtigste Einnahmequelle, um den Verein am Laufen zu halten.“ Da stellte sich die Frage, wie es weitergeht. „Von der Substanz könnten wir noch etwa ein oder zwei Jahre existieren, was danach wird, steht in den Sternen,” gab der Vorsitzende bedauernd zu verstehen.

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