Ketsch

Ferdinand-Schmid-Haus Lokale Agenda zieht positive Biland des Stadtradelns

„Trotz Corona sind wir weiter am Ball“

Ketsch.Daran, dass das Quintett der Lokalen Agenda auch in außergewöhnlichen Zeiten nicht zu stoppen ist, ließ Sprecher Gernot de Mür schon zu Beginn der Oktober-Sitzung keinen Zweifel. „Trotz Corona sind wir am Ball geblieben. Unsere zwei großen Themen gehen weiter“, so de Mür. Dem konnten sich Gerhard Prendke, Thomas Rieger, Wolfgang Rohr und Gabriele Weinkötz nur anschließen, denn selbst während der letzten „heißen Pandemie-phase“ hätte man sich virtuell getroffen und weiter an den Projekten Stadtradeln und „Ketsch fährt fair“ gearbeitet.

Für die erste Teilnahme als Gemeine am Stadtradeln könne man eine sehr gute Bilanz ziehen, gab Gernot de Mür bekannt und Gerhard Prendke fügte voller Stolz hinzu: „Wir haben Hockenheim und Oftersheim weit hinter uns gelassen.“ In der Tat können sich die Zahlen durchaus sehen lassen, da mit 153 aktiven Teilnehmern und über 31 000 gefahrenen Kilometern die Zahlen deutlich höher liegen als in den beiden Gemeinden. Auch würden nach Beendigung der aktiven Phase noch Nachbuchungen von handschriftlich erfassten Kilometern gemeldet werden, wodurch sich die Gesamtkilometerzahl nochmals erhöhen würde. Nur die Anzahl der Radler aus dem Gemeinderat könnte mit neun von 22 doch etwas höher sein, was Wolfgang Rohr so kommentierte: „Da ist noch viel Luft nach oben, aber nicht nur bei den Gemeinderatsmitgliedern.“. Über die Prämierung der besten Teams und einzelner „Stadtradler“ müsse man sich noch mit der Gemeinde und den anderen Akteuren abstimmen, sodass mit einer Prämierung vermutlich erst Anfang November zu rechnen sei. „Aber in kleinem Rahmen.“ gab der Sprecher zu bedenken, denn schließlich sei „immer noch Corona“.

„Ketsch fährt fair“ kurz vor Start

Nachdem „Ketsch fährt fair“ aus den bekannten Gründen, wie so vieles, nicht im Frühjahr stattfinden konnte, stünde man nun kurz davor. Für den Aktionszeitraum von circa vier Wochen würden dann die in Kürze eintreffende Schilder an den Ortseingängen aufgehängt, nur die Banner mit stolzen 5,40 Meter Länge würden noch einen Moment brauchen, so die Gruppe. Stolz sei man auf die Flyer, dessen Inhalt mit dem Jugend- und Seniorenbeirat sowie der Polizei ausgearbeitet worden sei. „Wichtig war mir, keinen ‚erhobenen Zeigefinger‘ durchscheinen zu lassen.“ unterstrich der Vorsitzende. Im Text wird auf freundliche Weise auf partnerschaftliches Verhalten gebeten.

Auch kämen in der Enderlegemeinde auf 12 500 Einwohner rund 6000 Fahrzeuge, sodass der meiste Verkehr durch Ketscher verursacht würde. „Da macht es schon besonders Sinn, das Auto stehen zu lassen und auf das Rad umzusteigen.“ so Gabriele Weinkötz. Die Flyer gingen nun in Produktion und der Film ist jetzt in der Endfassung vorhanden, sodass man mit dem Central Kino ins Gespräch gehen könne. Die Flyer werden im Rathaus, vermutlich im Kino und an vielen weiteren Orten ausgelegt. Froh sei man, dass die Aktion nun starten könne, regulär stattfinden solle sie in Zukunft aber jedes Frühjahr.

Gerne hätte man auf die Anfrage des Umweltbeauftragten Dominique Stang reagiert, ob man ein Igelhaus für den Kindergarten Villa Pusteblume zur Verfügung stellen könne, denn man sei an ihn mit der Bitte herangetreten. Thomas Rieger erklärte sich bereit, das Igelhaus zusammenzubauen, bevor es übergeben wird.

Etwas betrübt sei man über immer wiederkehrende Beschädigungen der Hinweise auf dem Naturweg Ketscher Rheininsel und dem Themenweg Karl-Ludwig-See, so der Sprecher. Aber auch das sei für die Gruppe kein Problem: „Da krempeln wir eben die Ärmel hoch und packen an. Manche benutzen da zum Beispiel Schilder wohl zum Kickbox-Training. Die müssen wir dann wieder gerade biegen.“

Doch ab und zu passiere auch Lustiges: „Der Holzfisch an der Wassertiertafel ist wieder beschädigt. Aber einmal war er ganz weg. Danach hatte jemand einen selbst gemachten, aus fest gewordener Modelliermasse aufgehängt.“ mon

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