Ketsch

Sportvereinigung 06 Joachim Fellhauer befindet sich im Schlussspurt zur neunten Renn-Auflage auf dem Kraichbach / Hoffen auf wieder mehr Teilnehmer

Turbo-Ente schwimmt zu 1000 Euro

Ketsch.So mancher hat den Turbolader an seiner Ente schon wie gewünscht eingestellt. Und das ist gut so. Denn am Samstag, 30. Juni, muss die Rennstrecke auf dem Kraichbach schnellstmöglich absolviert werden. Organisator für die Sportvereinigung 06 Joachim Fellhauer kann es gar nicht so recht fassen, dass schon die neunte Auflage des Entenrennens ansteht: „Nächstes Jahr haben wir ein erstes kleines Jubiläum – das ist schon ein bisschen verrückt“, sagt der „Erfinder“ der Veranstaltung in der Enderlegemeinde.

Wenn er bedenke, wie lange er mit der Idee eines Gummi-Enten-Contests schwanger gegangen sei und mittlerweile habe sich die Veranstaltung fest etabliert, sei das schon bemerkenswert. Das Rennen erfreue jedes Jahr wieder – „es gibt nur wenige, die abgesprungen sind“, sagt Fellhauer. Die Organisation habe sich dadurch erleichtert, denn bitten und betteln müsse er nicht mehr.

Die schnellste Ente wird mit 1000 Euro in bar entlohnt. Dahinter können sich weitere 99 Rennenten Preise verdienen, die viele Sponsoren stiften. Der Erlös kommt den sechs Ketscher Kindergärten und der Sportvereinigung zugute. Auch der Wassersportclub ist ein Profiteur, schließlich spült die Entensause viele Menschen zum Bootshausfest. Die Paddler unterstützen denn auch nach Kräften.

Apropos Bootshausfest: „Wir sind dieses Jahr zwei Wochen früher dran“, erklärt Fellhauer. Die Wassersportler feiern ihr Fest eigentlich am zweiten Juli-Wochenende. Doch im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft liegt dieser Termin außerordentlich ungünstig. Denn da wird das Finale angepfiffen. Dem habe man freilich ausweichen wollen.

Also hofft Joachim Fellhauer einmal mehr auf enormen Zuspruch und verhehlt dabei nicht, dass man vergangenes Jahr einen Rückschlag verkraften musste, da nur 900 Enten auf die Kraichbach-Strecke gingen. Normal seien 1100 oder mehr. „Dabei möchten wir, dass der Betrag, mit dem wir die Kindergärten unterstützen, konstant bleibt, eher noch steigt“, sagt Joachim Fellhauer. Und mittlerweile verfüge Ketsch über sechs Kindergärten.

Rekordteilnahme bei Promis

Glücklicherweise habe das „ProminENTENrennen“ 2017 zu einem Gutteil als Ausgleich gesorgt. Dort war ein Rekord des Teilnehmerfeldes zu verzeichnen. 20 Euro lassen sich die Promis den Spaß kosten, haben keine Aussicht auf einen Gewinn – sieht man von der Ehre ab, sich Entenrennen-Sieger nennen zu können, wofür ein Pokal als Zeichen steht.

Die Teilnahme für das Hauptrennen ist denkbar einfach. Man muss sich nur eine Karte bei den Vorverkaufstellen (siehe Infokasten) besorgen. Eine kostet 5 Euro. Davon fließt 1 Euro in den Topf für die Kindergärten. Mehr als 1 Euro machten die Kosten für die Organisation der Veranstaltung aus. Beispielsweise müsse man bei so einer Lotterie die Auflagen des Glücksspiel-Staatsvertrags erfüllen, erklärt Fellhauer. Das ist auch ein Grund, warum der Großteil der als Hauptpreis ausgeschütteten 1000 Euro über die Teilnehmer-Karten finanziert wird.

Es sind viele Zuschauer am Kraichbach zu erwarten, zumal immer mehr Unternehmen dazu übergehen, für ihre Mitarbeiter oder Kunden Teilnahme-Karten zu besorgen. Sollte ein Mitarbeiter den Weber-Grill für Platz zwei oder Karten für „Musik im Park“ – übrigens gestiftet von unserer Zeitung – erhalten, ist das doch ein schönes Zubrot.

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