Ketsch

Und wo ist sein Pass?

Archivartikel

Wer früher seine Reise bucht, ist klar im Vorteil – stimmt nur zum Teil. Denn nicht nur der frühe Vogel fängt den Wurm, sondern auch der späte, dachten wir uns und verließen uns auf unsere besten Erfahrungswerte mit Last-Minute-Buchungen. Und siehe da, tatsächlich war ein sehr günstiges Angebot zu erhaschen.

Allerdings stellte uns der Besitzer des Feriendomizils auf eine Probe. Die Anzahlung wollte (oder konnte) er partout nicht bestätigen. Der Adrenalinspiegel stieg. Das Abreisedatum rückte stündlich näher. Und beim Reiseportal beschränkte sich der Support auf die Auskunft, dass der Anbieter seit sechs Jahren durch seine Verlässlichkeit auffalle. Auch Anrufe im Ort der Urlaubsbegierde versandeten. Der Angerufene war einmal mehr „temporarily not available“ – eben nicht erreichbar. Die Freude auf die Reise hatte schon fast einen Zacken in der Krone, als die Bestätigung kam – immerhin einen Tag vor Reiseantritt.

Zum Glück war in dieser Zeit alles mit den Pässen in Ordnung – meinten wir. Nach einschlägiger Suche an allen im Wohnbereich dafür in der Regel vorgesehenen Stellen (an den dafür nicht vorgesehenen übrigens auch) wissen wir nun, dass unser Jüngster noch nie einen Ausweis besessen hat. Jetzt hat er aber einen Pass – und wir reisen besser mal ab.

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