Ketsch

Tag des offenen Denkmals Zahlreiche Besucher sehen den Film „Der Mythos Rhein“ im Heimatmuseum / Geschichte stammt aus der Feder von Tatjana Worm

Vater Rhein und seine Töchter als Darsteller in fantasievollem Märchen

Archivartikel

Ketsch.„Ein Ort, in dem der Rhein noch lebt und erlebbar ist: die Rheininsel Ketsch.“ Diese ist Schauplatz eines fantasievollen Märchens über den Vater Rhein und seine Töchter. Bilder des imposanten Wassers sind zu sehen, dazu stilvolle Tänze zu klassischer Musik. All das ist Teil des Films „Der Mythos Rhein“, der beim Tag des offenen Denkmals am gestrigen Sonntag im Heimatmuseum gezeigt wurde.

Entstanden ist der Film aus einer Aufführung des Musiktheaters von Tatjana Worm. „Ich möchte den Kindern ein Heimatgefühl vermitteln und sie zurück zu den Wurzeln führen“, sagte die Musikdarstellerin und setzt auf die Verbindung von klassischer Musik, inspirierenden Bildern und die Vertonung von Texten ihres Lieblingsdichters Clemens Brentano. Das begeisterte die Zuschauer. Auch Hildegard Montag war angetan: „Die Aufmachung ist sehr gut gelungen. Die Flüsse, die Tiere und die Launen des Rheins wurden super dargestellt.“ Eine hohe Kreativität sei zu spüren gewesen. „Die Idee mit dem Märchen hat etwas Leichtes. Zusammen mit den darstellenden Kindern wirkt das lebhaft, obwohl es nur ein Film ist und kein Theater“, erklärte Montag.

Die Geschichte hat sich Worm selbst ausgedacht. „Ich habe die Kinder gefragt, warum der Rhein ungerade fließt. Die Ideen sprudelten nur so aus ihnen heraus“, erklärte sie. Das Märchen ist mit drei Themenwelten an die klassische Dramaturgie angelehnt. Es geht um den Fluss, die Wunderinsel und eine heimliche Welt. Die Vorsitzende des Heimat- und Naturkreises, Ingrid Blem, besuchte die wegen des großen Ansturms angesetzte zweite Vorstellung und war beeindruckt: „Die Resonanz der Besucher ist super. Ich sehe viele Leute, die noch nie hier waren.“ Worm erzählt, wie der Titel des Films entstanden sei: „Im Musiktheater habe ich überwiegend Mädchen mit blonden Haaren und habe diese Rheintöchter genannt. Der Name passt dazu und hat mich inspiriert.“ Geschnitten hat den Film ihr Mann Nikolaus Eberhardt. Die Vorsitzende Blem zeigte sich begeistert. „Ich habe meinen Kollegen vertraut und ich wurde nicht enttäuscht.“

Das Heimatmuseum hat am 21. Oktober geöffnet. Am Kerwesonntag präsentieren Hobbykünstler von 11 bis 17.30 Uhr ihre Werke. Mit dabei sind unter anderem Scherenschleifer und Fruchtaufstrichhersteller. Hier erwarten die Besucher nicht nur etliche Informationen über Techniken und Handwerk in der Heimat, sondern auch traditionelles Essen. jade

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