Ketsch

Vernünftige Lösung

Es tut sich viel für die jungen Ketscher. Neben immer neuen Angeboten und Erweiterungen der Schulen bekommen vor allem ganz junge Familien zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Hort- und Kindergartenplätze werden in den kommenden Jahren stark anwachsen, und bis dahin wird es viele neue Möglichkeiten der Betreuung durch die Interimslösungen geben.

Doch diese Provisorien zeigen auch, dass die Verwaltung mit den jüngsten Entwicklungen so nicht gerechnet hat – vielleicht auch gar nicht rechnen konnte. Ein gesetzlicher Anspruch auf einen Betreuungsplatz wäre noch vor zehn Jahren undenkbar gewesen. Der Trend, sein Kind möglichst früh in einer Kita abzugeben – ausgelöst durch wirtschaftliche Notwendigkeiten oder neue Lebensentwürfe jünger Familien – stellt die Gemeinden vor große Herausforderungen. Dazu steigt die Zahl junger Menschen überraschend an, nicht zuletzt durch die Migration seit wenigen Jahren. Lange hieß es, die Schülerzahlen würden immer geringer.

Auf solche Entwicklungen kann eine Gemeinde nicht blitzschnell reagieren – ein Kindergarten baut sich nicht in wenigen Wochen. Die Übergangslösungen sind also eine vernünftige Art, mit den Herausforderungen umzugehen. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Ausgaben noch gestemmt werden können, wenn – wie Bundesfinanzminister Scholz verkündete – „die fetten Jahre“ bei Wirtschaftsleistung und Steuereinnahmen bald vorbei sind.

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