Ketsch

Gemeinschaftserlebnisse Backfischfest behält in 67. Auflage seinen Zauber / Leistungsschau in Rheinhalle gefällt / Neues Maifest kommt gut an / Platz drei bei TV-Show „The Biggest Loser“

Von alten Zöpfen und neuen Hüten

Ketsch.Die Enderlegemeinde wuchert als attraktiver Wohnort über das Jahr hinweg mit starken Gemeinschaftserlebnissen. Über die Ortsgrenzen hinweg wird Ketsch gar zum Anziehungspunkt, wenn das Backfischfest Besucher aufs Festgelände im Bruch einlädt. Die Angler, die die zehn Tage mit ihrer GmbH zum 67. Mal organisierten, sind so rührig wie sie tüchtig sind und nehmen auch Rückschläge in Kauf, wenn es um die Fortentwicklung des Konzepts und letztlich um den Erhalt der Attraktivität des Fests geht.

Die Händler mit der neuen Marktmeile teilweise aus dem starken Strom der Besucher zu verbannen, stieß im vergangenen Jahr auf Kritik. Auch die neue Verkehrsführung mit Einbahnstraße vom Fest weg in Richtung Hockenheim wollte zunächst nicht jeder akzeptieren. Doch am Ende der heißen Tage im August zog ASV-Vorsitzender Günter Perner eine „mehr als zufriedenstellende“ Bilanz. Und auch die Polizei war zufrieden – das war nicht immer so.

Wo das Backfischfest erfreut, ist „Radspitz“ nicht weit. Die Partyband aus Oberfranken rockt das Festzelt bei drei Auftritten in zehn Tagen. Bandleader Klaus Pfreundner verhehlt nicht, dass Ketsch etwas Besonderes für die Band ist. Und für die Zweitliga-Handballerinnen der Kurpfalz-Bären komponiert er einen Song, wenn sie denn in Liga eins aufsteigen.

Sympathischer Heimatbote

Christos Christodoulou, der Sohn der Wirtsleute im Restaurant „Odysseus“, sorgt für Gemeinschaftserlebnisse, weil er in der Fernsehsendung „The Biggest Loser“ hart daran arbeitet, Gewicht zu verlieren. Am Ende wird er Dritter und hat auch seine Heimat sympathisch einem breiten TV-Publikum vorgestellt.

Sehr interessiert zeigte sich das Publikum bei der Leistungsschau in der Rheinhalle, wo sich das örtliche Handwerk und Gewerbe turnusgemäß nach dreijähriger Pause erfolgreich präsentierte.

Alles neu macht der Mai und in der Enderlegemeinde auch das Maifest. Es war in die Jahre gekommen und lechzte nach einer Veränderung. Das neue Fest-Dreieck im Schatten der Bäume vor der Rheinhalle erwies sich als Glücksgriff. Jedenfalls: „Im Großen und Ganzen ist alles, was wir uns vorgenommen und dann auch so gemacht haben, richtig gut bei den Leuten angekommen. Ich habe nichts Negatives gehört“, gab Jürgen Kugler, als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Ketscher Vereine einer der Organisatoren, zu Protokoll.

Ob Fischerstechen oder Entenrennen, Ketsch hat sehr viele liebenswerte Zusammenkünfte, die auch im abgelaufenen Jahr nichts von ihrem Reiz verloren. 2018 gesellten sich Feste hinzu, die man feiern sollte, wie sie fallen: Das Central Kino etwa gibt es seit 60 Jahren, seit fünf Jahren wird es vom Trägerverein betrieben. Das galt es, im Dezember unter anderem mit einer Woche Jubiläumsprogramm zu feiern. Und die Karnevalisten der Narrhalla erfreuten sich und andere an 66 Jahren Brauchtumspflege. Eine Gala oder eine Ausstellung waren genüssliche Auswüchse von viel Engagement. 2018 war ein starkes Jahr an Gemeinschaftserlebnissen. mab

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