Ketsch

Wein beim DFB-Präsident

Wein – da pflichten selbst Biertrinker bei – ist ein sehr leckeres Produkt. Nun hat sich im Bekanntenkreis eine Gruppe Weingesinnter herauskristallisiert, die seit Jahren die unterschiedlichsten Weinanbauregionen europaweit besuchen. Die Delegation, meist um die zehn Männer, wird von professionellen Weinhändlern vervollständigt und freundschaftlich begleitet.

Sie ahnen es sicher schon – im Vergleich gehöre ich nicht zu den Kennern, zu dem erlauchten Weinkreis und gebe ganz gerne freiwillig den Exoten. Das galt für die jüngste Episode, die an den Kaiserstuhl führte, einmal mehr. Dann kann es schon mal passieren, dass man bei der Weinprobe auffällt und sei es sogar beim Präsidenten des weltweit größten Sportverbands DFB. Auf dem Weingut Franz Keller – so heißt es, auch wenn der Präsident freilich auf Fritz Keller hört – gingen die Weine lieblich den Gaumen hinunter – südbadisch ohne Ecken und Kanten. Doch nach zehn Mal probieren, wurden auch hier die Sinne schwerer. Der Spucknapf – das ist doch nichts Neues – hilft, geregelt zu verkosten, wurde aber ignoriert.

So kam es, wie es kommen musste: Die Weine schmeckten seltsam gleich. Alles falsch gemacht. Zum Glück meinte Michaela, ich glaube so hieß die Dame des Weinguts, dass der ehemalige Kellermeister für den Kaiserstuhl eher untypischen Wein kreiere. Am nächsten Tag saß die Probe. Sie geriet zum Volltreffer – ein Hammer in den Winkel. Fritz Kellers Ex-Kellermeister ist ein ein Meister des Kellers – ich danke dem Spucknapf.

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