Ketsch

Wenn eine Seite anonym bleibt

Geht es Ihnen auch manchmal so: Sie werden auf der Straße von einem überaus freundlichen Menschen gegrüßt, sogar namentlich angesprochen, per du wird sich nach dem Befinden erkundigt und ob denn alles gut läuft – auch an der Arbeit. Dann sollen noch Grüße an den Chef – auch namentlich beim Gegenüber bekannt – ausgerichtet werden. Die Verabschiedung erfolgt geradezu herzlich, die Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen schwingt mit. Doch verdammt: Wer war das nur?

Das Hirn rattert die ganze Zeit während des kurzen Gesprächs, sämtliche beruflichen und privaten Begegnungen werden gedanklich gestreift, nach Namen wird geforscht. Die freundliche Begegnung bleibt jedoch für eine Seite anonym. Wichtig dabei: Bloß nichts anmerken lassen, freundlich lächeln, auch nach dem Befinden erkundigen und ob Urlaub geplant sei. Unverfänglich eben. Die Grüße an den Chef habe ich übrigens ausgerichtet. Nur weiß ich halt nicht, von wem.

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