Ketsch

Partnerschaft Kontakt zu Trélazé bewertet Bürgermeister Jürgen Kappenstein trotz Corona als sehr stabil / Begegnungen zum zehnten Geburtstag werden nachgeholt

„Wiedersehen nach der Pause wird umso schöner“

Archivartikel

Ketsch.Als im April 2010 Bürgermeister Jürgen Kappenstein und sein franzischer Kollege Marc Goua zuerst in der Rheinhalle Ketsch und im Mai dann in Trélazé feierlich die Urkunden zur Partnerschaft unterzeichneten, wusste noch niemand etwas von Corona.

Damals, nachdem Kappenstein Mitglied des deutsch-französischen Ausschusses wurde, waren alle Beteiligten glücklich darüber, mit der in der Region Pays de la Loire gelegenen Gemeinde Trélazé eine Partnergemeinde gefunden zu haben, die von der Größe, der Struktur und vor allem von den Menschen her sehr gut passt.

„Nach zehn Jahren sind hier wirklich intensive Freundschaften entstanden und wir haben viele großartige gemeinsame Stunden mit den Freunden aus Frankreich verbracht. Das macht es natürlich umso trauriger, dass wir in diesem Jahr aufgrund der Pandemie unser Jubliäum nicht so feiern können, wie wir es planten“, bekräftigt Jürgen Kappenstein im Gespräch mit unserer Zeitung. Mittlerweile sei die Anzahl der Ketscher, die regelmäßig nach Trélazé reisen oder den Gegenbesuch aus Frankreich empfangen, auf rund 60 Personen angestiegen.

Geplant sei ursprünglich der Besuch der Gäste aus Trélazé beim Maifest gewesen und auch zum Backfischfest, das ebenfalls in diesem Jahr pausiert, sei ein Besuch in Ketsch angedacht worden. „Aktuell planen wir nun den Besuch der französischen Freunde bei uns zum gleichen Zeitraum im kommenden Jahr und hoffen, dass die Entwicklungen rund um Corona dies zulassen“, erklärt Kappenstein.

Er stehe in telefonischem Kontakt mit Bürgermeister Marc Goua und weiß, dass auch die Gastfamilien untereinander ab und an miteinander telefonieren. „Die Maßnahmen, die in Frankreich zur Vermeidung der weiteren Verbreitung von Corona noch bis vor Kurzem gegolten haben, waren viel strenger als die Maßnahmen, die in Deutschland verhängt wurden“, weiß Kappenstein.

Hohe Belastung in Frankreich

Die Belastung für die Freunde aus Trélazé sei daher sehr umfangreich gewesen. „Ich kann nur sagen, dass wir hier in Ketsch zwar auch auf vieles Verzichten mussten und müssen, aber im Vergleich zu Trélazé doch noch relativ viele Möglichkeiten hatten. Nach wie vor ist Corona nicht überstanden und ich persönlich sehe gerade jetzt, kurz vor der Ferienzeit die Reisefreudigkeit mancher als sehr kritisch an und kann nur hoffen, dass wir die mittlerweile erreichten Lockerungen durch die dadurch möglicherweise enstehenden Entwicklungen nicht wieder verlieren“, betont der Bürgermeister. Bezüglich der Partnerschaft zu Trélazé seien alle Aktivitäten, die entfallen mussten, aber definitiv nicht aufgehoben, sondern lediglich aufgeschoben, bis dem Wunsch nach Begegnung mit hohen Verantwortungsbewusstsein nachgekommen werden kann und darf.

Kappenstein bekräftigt: „Unsere Verbindung zu Trélazé ist gut gewachsen, sehr stabil und ich bin sicher, dass diese Pause der Partnerschaft nichts anhaben wird. Wenn wir uns dann wiedersehen, wird es umso schöner.“ csc

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