Ketsch

Willkommene Abwechslung

Caroline Scholl findet den virtuellen Unterricht am Klavier super

Wie viele anderen Eltern aktuell, stehe auch ich jeden Tag vor den Herausforderungen, welche die bundesweite vorübergehende Schulschließung mit sich bringt. Bei mir versuchen ein neunjähriger Viertklässler und eine 17-jährige Abiturientin, mit Schule, Hobbys, Freizeitgestaltung und Freunde treffen der üblichen Routine entrissen, durch die Zeit zu kommen. Dass es eben keine „verlängerten Osterferien“ sind, das wurde meinem Sohn recht schnell klar. Denn schließlich versorgt uns die Klassenlehrerin in schöner Regelmäßigkeit mit Aufgabenblättern und das meiste, was zu einem bunten Freizeitprogramm gehört, das ist eben nun auf Eis gelegt.

Wie wunderbar war es, als meine beiden von ihrer Klavierlehrerin Tatjana Worm informiert wurden, dass der Unterricht nun online weitergehen kann. Ganz gespannt startete meine Tochter am vergangenen Freitag den Rechner und schon ertönte das unvergleichliche Lachen von Frau Worm durch unser Wohnzimmer. Die Kamera auf die Tasten gerichtet ging es los. Später am Nachmittag durfte auch mein Sohn den virtuellen Unterricht ausprobieren und siehe da, er war ganz konzentriert und begeistert bei der Sache (natürlich nicht ohne der Musiklehrerin den ein oder anderen Emoji zukommen zu lassen). Am Ende dieser „Ersterfahrung“ mit dem virtuellen Klavierunterricht blieb bei meinen zwei Kindern eines: strahlende Gesichter und Vorfreude auf die nächsten Stunden. Es ist schön und durchaus bemerkenswert, welche Kreativität in Zeiten von Corona entsteht und Tatjana Worm kann ich nur sagen: Danke, Danke, Danke für soviel Engagement und dieses tolle Angebot. Jede Abwechslung ist doch aktuell mehr als willkommen. Und bei uns, da beide Kinder freitags Klavierunterricht haben, bekommt der Begriff „Fridays for Future“ nun eine ganz andere und persönliche Bedeutung.

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