Ketsch

Artenvielfalt Gemeinde hat sechs Igelkörbe verteilt / Schädlingsbekämpfer bereitet Schlaf vor

Winterquartiere noch stabiler

Ketsch.Im November, wenn die Bodentemperaturen anhaltend um den Gefrierpunkt liegen, suchen sich Igel ein Winterquartier. Denn sie halten Winterschlaf. Die Gemeindeverwaltung hat ihre Igelquartiere längst aufgestellt, „in upgedateter Version und noch stabiler als bisher“ wie vom Unweltbeauftragten Dominique Stang auf Anfrage zu erfahren ist.

Die sechs Laubquartiere, die von einem Drahtgeflecht zusammengehalten werden, sind auf dem Spielplatz bei der Seniorenwohnanlage in der Gassenäckerstraße, beim Baumlehrpfad Berliner/Ecke Gartenstraße, beim Spielplatz Körnerstraße, dem Grünstreifen neben der Post (Böttgerstraße), nahe des Versickerungsbeckens in der Gartenstraße sowie auf der „Alla hopp!“-Anlage aufgestellt.

Ein Monitoring sei zwar bisher weder hinsichtlich der Quartiersannahme noch hinsichtlich der Anzahl der in Ketsch lebenden Igel durchgeführt worden, berichtet Stang – doch gehe man von einer ungefähren Reviergröße eines männlichen Igels von rund 100 Hektar respektive einem Quadratkilometer aus, dürften sich in Ketsch etwa 16 männliche Igel herumtreiben. Da Igel zwar reviertreu, jedoch nicht territorial sind, werde die tatsächliche Anzahl sicherlich höher sein.

Der Igel sei ein Kulturfolger, der gerne in Gärten und Parks menschlicher Siedlungen lebe. Dort halte er Schädlinge in Schach, sodass es Sinn mache, den eigenen Garten igelfreundlich zu gestalten – zum Beispiel mit einer Laubecke. „Es macht mit Blick auf die Artenvielfalt immer Sinn, im eigenen Garten Platz für unsere heimischen Tiere und Pflanzen zu bieten“, so Stang. mab

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