Ketsch

Neurotthalle „The Biggest Loser“-Finalist Christos Christodoulou ist für die Handballerinnen der Kurpfalz-Bären ein gutes Omen / Fan: Er hat Enormes geleistet

„Wir alle sind stolz wie Harry“

Ketsch.Es war das letzte Heimspiel der Handballerinnen der Kurpfalz-Bären. Als Gegner stand der sehr Torstarke SV Werder Bremen in der Neurotthalle. Und die Anspannung war spürbar. Kein leichter Gegner, so der Tenor in der Ketscher Mannschaft. Doch sie bekamen von unerwarteter Seite Unterstützung. Betrat mit dem „The Biggest Loser“ Finalist Christos Christodoulou doch ein Mann die Halle, der mehrfach bewies, dass fast alles möglich sei.

Dieser Mann, so Bürgermeister Jürgen Kappenstein, habe etwas geschafft, was nur sehr wenigen Menschen gelinge. Er habe sich seinen Zweifeln und Schwächen gestellt, sich nicht beirren lassen und sie hinter sich gelassen. Und so ließ er in der mit Jubel erfüllten Halle denn auch keinen Zweifel daran, dass er sich großen Respekt verdient habe. „Wir alle sind stolz wie Harry. Du bist der Gewinner der Herzen.“

Worte, die berühren

Es ist noch nicht lange her, dass Christos ein Mann voller Selbstzweifel und wenig Selbstbewusstsein war. Die 180 Kilogramm lasteten nicht nur auf seinen Knochen, sondern auch auf seiner Seele. Und so war die spontane Entscheidung aufzustehen und sich für die „Sat.1“- Sendung „The Biggest Loser“ anzumelden, eine der Besten seines Lebens.

Am Ende stand er auf dem dritten Platz und konnte ein Minus beim Gewicht von fast 71 Kilogramm vermelden. Es war keine leichte Zeit. Von der Familie getrennt, jeden Morgen um 5.30 Uhr aufstehen und dann Herausforderung um Herausforderung bewältigen. Aber seine eigenen Ansprüche und seine Familie trugen ihn durch diese Zeit. Ans Aufgeben habe er nie wirklich gedacht.

Es sind Worte, die seine Fans berühren. Für Marja Ristivojevic ist er „der Größte“. Schon während der Staffel erkannte sie in ihm den sympathischsten Kämpfer. Ein Eindruck, der sich in der persönlichen Begegnung verstärkte. „Er hat Enormes geleistet und ist einfach großartig.“ Und das schien hier in der Neurotthalle eine sehr weit verbreitete Sicht gewesen zu sein.

Film mit Gänsehauteffekt

Auch die achtjährige Lucie und die 14-jährige Elena fanden Christos super. Für Elke Müller ist er gar ein Vorbild. Er zeige, dass es jeder schaffen könne. Ein Ansatz, der auch mit dem neuen Youtube-Video, das hier in der Halle Premiere hatte und via Facebook https://bit.ly/2wCBwX4 verlinkt ist, dick unterstrichen wurde. Gemeinsam mit Wolfgang Elischer verwirklichte Christos jedenfalls einen Film, der neben Gänsehauteffekt auch beachtliche Motivationskraft entwickeln dürfte. Die Bilder, die Musik und die Worte Christos’ verdichteten sich zu einem fesselnden Werk, das bei vielen in Sachen Fitness für einen Anfang sorgen könnte. Der Nachwuchs-Trainer von den Kurpfalz-Bären, Adrian Fuladdjusch, erklärte jedenfalls sofort, sich nun bei einem Fitnessstudio anzumelden.

Es war ein umjubelter Auftritt und es ist offensichtlich, dass die Ketscher ihren Christos ins Herz geschlossen haben. Er habe wirklich gezeigt, dass es sich lohne aufzustehen und zu kämpfen, so der Bürgermeister.

Und auf das Spiel hat sich der Auftritt Christos ebenfalls positiv ausgewirkt. Obwohl die Spielerinnen aus dem hohen Norden allesamt als gefürchtete Torjäger gelten, ging das Spiel mit 26:20 Toren für die Kurpfalz-Bären aus. Dass Christos nun mit den Kurpfalz-Bären ein Training absolviert, darf damit als gutes Omen für die kommende Saison gedeutet werden.

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