Ketsch

Nachgefragt Amtsleiterin Margarete Schuh vom Wasserwirtschaftsamt ist die Herrin des Verfahrens

„Wir handeln neutral“

Heidelberg.Das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises ist Genehmigungsbehörde für den Kiesabbau im „Entenpfuhl“. Wir haben mit der Leiterin des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes, Margarete Schuh, über die Planungen und den Scoping-Termin gesprochen.

Wie beurteilt das Landratsamt die Bestrebungen der Firma Krieger im „Entenpfuhl“ auf einer Fläche von 42,5 Hektar Kies abbauen zu wollen?

Margarete Schuh: Unser Haus ist in dieser Sache als reine Rechtsbehörde tätig. Wir werden das Verfahren vollkommen neutral behandeln.

Wie ist die Abholzung des Waldes zu sehen, auch im Hinblick auf die weiterhin geplante nur zwei Kilometer entfernte Abholzung einer Stadtwald-Fläche in Hockenheim zum Ausbau der Hockenheimring-Rastanlage?

Schuh: Das sind zwei getrennte Verfahren. Welchen Einfluss die Abholzung in unserem Verfahren hat, wird der für das Verfahren erforderliche Umweltbericht zeigen.

Widerspricht dieser Plan nicht der vom Landratsamt eingeleiteten Erweiterung des Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk Schwetzinger Hardt?

Schuh: Doch, dieser Antrag widerspricht unserem Antrag auf Erweiterung des Wasserschutzgebietes.

Wie kann eine Firma, deren Plan vor zwei Jahren abgelehnt wurde, nun den Antrag stellen, eine doppelt so große Fläche abzubauen?

Schuh: Diese Frage kann nur der Antragsteller beantworten.

Welche Probleme könnten durch die Bewirtschaftung des Grundwassers für die Landwirtschaft (Spargelanbau) entstehen?

Schuh: Das wird die Umweltverträglichkeitsprüfung zeigen.

Stimmt es, dass es in diesem Bereich eine frühere Hausmülldeponie gibt, die durch den Kiesabbau aufgeschlossen werden müsste?

Schuh: Auf dem Abbaugelände befindet sich keine Deponie.

Halten Sie es für ein taktisches Vorgehen des Unternehmens, jetzt die doppelte Fläche zu beantragen, um am Ende als Kompromiss die ursprüngliche Fläche genehmigt zu bekommen.

Schuh: Ob das ein taktisches Vorgehen ist, muss man den Antragsteller fragen. Tatsache ist, dass für das Vorhaben rund 42 Hektar Wald geschlagen werden müssen. Der Termin am 20. August, um 10 Uhr, im Sitzungssaal des Landratsamtes ist öffentlich.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional