Ketsch

Neurottschule Weitere Jugendbegleiter für AGs gesucht

Wissen an die nächste Generation weitergeben

Ketsch.Der Dienstagnachmittag ist für die Fünftklässler der Neurottschule etwas Besonderes. Denn zum Ganztagesschulkonzept gehörten von 14.30 bis 16 Uhr verbindliche Arbeitsgemeinschaften (AGs). „Wir haben für dieses Angebot Ehrenamtliche gewonnen, die jeweils Gruppen von etwa zehn Schülern begleiten. Nun sind wir auf der Suche nach weiteren Jugendbegleitern. Auch Ehrenamtliche in den vielen Vereinen in Ketsch möchten wir motivieren, sich hier bei uns einzubringen“, erklärt Stefanie Rösch, Lehrerin und Ganztageskoordinatorin an der Neurottschule.

Besondere pädagogische Voraussetzungen brauche man nicht. Vielmehr gehe es darum, mit Freude Zehn- und Elfjährigen etwas zu vermitteln, für das man selbst ein großes Interesse hat. „Wir hatten schon AGs mit Badminton, Fußball, Wolle und Stricknadel, lernen zu lernen, Hase trifft Huhn mit dem Kleintierzuchtverein oder Modellbau – alles wird gerne von den Kindern angenommen.“

Wer eine AG anbieten möchte, könne dies entweder für ein Tertial, also drei Monate, oder auch für zwei oder drei Tertiale im Schuljahr. „So ist die Verpflichtung für einen AG-Leiter überschaubar und man kann es einfach mal ausprobieren. Jugendbegleiter kann man ab 16 Jahren und bis ins Rentenalter sein, und wir haben hier viele Räumlichkeiten, die genutzt werden können. Ob kochen, fotografieren, gärtnern, etwas Sportliches oder Kreatives, alles ist gefragt“, ergänzt Stefanie Rösch.

Dass die Arbeit mit den Kindern viel Spaß macht, wird schnell deutlich: So bietet Michiko Riesz aus Hockenheim aktuell „Pitch Perfect“ an, eine AG in der es um Gesang und Stimmtraining geht. „Eure Stimme gehört zu euch und ist etwas ganz Wichtiges im Leben, mit ihr könnt ihr Selbstsicherheit ausstrahlen und überzeugen. Jede Situation, in der ihr sprecht, ob bei einem Vortrag, beim Singen oder später bei Bewerbungsgesprächen ist wie eure Bühne und eure Stimme entscheidend“, erklärt sie an diesem Nachmittag. Die Schüler üben gerade das Stück „I have a voice“ ein, das Michiko Riesz vom Broadway in die Neurottschule bringt.

„Ich bin sehr glücklich über die Möglichkeit, hier mit diesen wunderbaren Kindern zu arbeiten. Man kann mit Musik so viel erreichen, und durch den Gesang lernen die Schüler mit ihrer Stimme umzugehen. Die Stimme ist ein wichtiges Mittel bei der Selbstbehauptung, gerade gegen Mobbing. Es macht mich von Herzen glücklich, wenn ich sehe, welche Entwicklung die Schüler hier in den wenigen Wochen gemacht haben und es gibt nichts Schöneres, eine Gabe, die man hat, an die Jugend weiterzugeben.“ Diese Chance zu ergreifen und Jugendbegleiter in der Neurottschule zu werden, könne sie nur empfehlen, sagt Michiko Riesz.

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