Ketsch

Seniorenwerk St. Sebastian Festgottesdienst mit Pfarrer Berthold Enz zum 40-jährigen Bestehen

Zahl mit Bedeutung in Bibel

Ketsch.Das Seniorenwerk Sankt Sebastian zeigte sich in bester Festtagsstimmung. Gemeinsam mit zahlreichen Gratulanten feierte es im katholischen Pfarrheim sein 40-jähriges Bestehen. Den Gottesdienst zelebrierte Dekanatsaltenseelsorger Pfarrer Berthold Enz, assistiert von Diakon Heiko Wunderling.

Er lobte den segensreichen Arbeitseinsatz des Betreuerteams an älteren Menschen seit nunmehr 40 Jahren. Diese Zahl habe auch Bedeutung in der Bibel. So wanderte beispielsweise das Volk Israel 40 Jahre durch die Wüste, und die österliche Fastenzeit dauert 40 Tage.

Die katholische Kirche feiere an diesem Tag auch das Fest des Papstes Johannes 23., der 1963 starb und vor vier Jahren heiliggesprochen wurde. Als Zeichen der Hoffnung wollte Johannes die Kirche „verheutigen“, denn die Kirche unserer Tage sei nicht wie die vor 2000 Jahren. Seinem Testament entsprechend sollten die Christen kein Museum hüten, sondern im blühenden Garten leben.

Pfarrer Enz erwähnte auch die skandalösen Vorfälle in der katholischen Kirche und fragte, ob die Kirche eine Zukunft habe und noch glaubwürdig sei. Jedoch sei die Kirche letztendlich kein Selbstzweck, sondern eine Gemeinschaft des Glaubens, gab Enz zu bedenken.

Volkstanzgruppe mit Gebärden

Zwischen den Texten im Gottesdienst präsentierte sich die Seniorenwerk-Volkstanzgruppe unter Leitung von Helena Moser vor dem Altar mit „Öffne Gott, meine Augen mir“ oder dem „Vaterunser” mit Bewegungen und Gebärden.

Barbara Kreichgauer vom Betreuerteam freute sich über die vielen Gäste. Dazu gehörten unter anderem Pfarrer i. R. Walter Sauer, der den Kuchen für die Kaffeetafel spendiert hatte, der Dekanatsreferent Benno Müller sowie Petra Filsinger als Vorsitzende des Dekanatsaltenwerks. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Faulhaber überbrachte Grüße von Pfarrer Erwin Bertsch und ließ 40 Jahre Seniorenwerk Sankt Sebastian mit dem segensreichen Wirken der Verantwortlichen Revue passieren.

„In den 70er Jahren rief Prälat Dr. Stiefvater aus Freiburg die Gemeinden auf, für die Älteren eine Gruppe zu bilden. Bei uns verwirklichten das Gemeindereferentin Gertrud Anderl und Gertrud Barth am Kirchweihsonntag 1978”, erzählte sie. Gertrud Anderl berief sodann zwölf Frauen und einen Mann in den Altenrat. Maria Michels gab nach mehr als 20-jährigem Engagement die Leitung des Altenwerks im Juli 2002 an die Eheleute Franz und Helene Reidt ab, und das Altenwerk wurde in „Seniorenwerk Sankt Sebastian” umbenannt. Im Dezember 2012 übernahm das derzeitige Team um Barbara Kreichgauer und Annette Meixner die Regie bei den monatlichen Seniorennachmittagen.

Bürgermeisterstellvertreterin Helena Moser gratulierte und überbrachte Grüße von Bürgermeister Jürgen Kappenstein, Maria Becker vom Altenwerk in Brühl wünschte Gottes Segen für die Zukunft. Beste Wünsche vom Altenwerksdekanat überbrachte dessen Vorsitzende, Petra Filsinger.

Werner Ries (Gitarre) vom „Arttours Theater” und Hans Friedebach (Akkordeon) luden zum Volksliedersingen ein. Sie spannten als „Die Kurpfälzer Musikanten” einen musikalischen Bogen und das bei 28 Grad Raumtemperatur.

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