Ketsch

Soziales Landfrauenverein übergibt Spenden an sieben Organisationen / Auflösung führt zur Verteilung aller Ersparnisse / Rückblick auf viele gemeinsame Projekte

Zum Abschied 10 000 Euro für den guten Zweck

Ketsch.Sie gaben sprichwörtlich ihr letztes Hemd: Der Landfrauenverein überreichte seine Ersparnisse an gleich sieben Organisationen, die sich über die insgesamt 10 000 Euro mächtig freuten. 52 Jahre lang bestand der Verein - derzeit wird er von Margot Jeckel kommissarisch geleitet, unterstützt von Monika Sturm als zweiter Vorsitzender und Andrea Reisigal als Kassiererin.

"Die meisten von uns sind jedoch im weit fortgeschrittenen Alter", so Jeckel, als sie die Vertreter der Organisationen begrüßte, welche bedacht werden sollten. Nachdem man keinen neuen Vorstand und auch keine neuen Mitglieder akquirieren konnte, wird der Verein nun in die Selbstauflösungsphase eintreten. Die in fünf Jahrzehnten angesparten Finanzen sollten daher jetzt neue "Eigentümer" finden.

Zunächst gab es aber ein dickes Dankeschön an die Landfrauen "für eure Treue, Einsatz und Arbeit, die ihr in den langen Jahren als Mitglieder geleistet habt", wie Jeckel betonte. Viele Feste habe man gemeinsam gefeiert, Dampfnudeln verkauft, Erntedanktische geschmückt und Weihnachtsfeiern gestaltet. Ferienprogramme standen auf der Liste und viele Kuchen wurden gebacken, um die Menschen zu verwöhnen. Gemeinsam haben die Landfrauen nun diejenigen Projekte ausgewählt, welche von all dieser Arbeit profitieren sollen. So erhielt die Hospizgemeinschaft 2000 Euro. Eine Idee, welche bereits vor einiger Zeit die bisherige Vorsitzende und verstorbene Rosl Fellhauer hatte.

Weitere 2000 Euro gingen an die evangelische Kirchengemeinde Ketsch, die immer wieder ein gemeinsames Frühstück für Obdachlose ausrichtet. Auch für das Waldpiraten-Camp in Heidelberg hatten die Landfrauen einen 2000-Euro-Scheck parat. "Diese sind vielen bekannt und betreuen Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zur Heilung bei schweren Krankheiten", so die kommissarische Vorsitzende.

Jugendabteilungen profitieren

Der letzte 2000-Euro-Scheck konnte von einem Mitarbeiter von "Freezone" in Mannheim entgegengenommen werden. Die Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße zu Hause sind, kann das Geld ebenfalls gut verwenden.

Noch einmal 2000 Euro splitteten die Landfrauen in vier Teile und überreichten sie an die Jugendfeuerwehr und an die Jugendabteilungen des Deutschen Roten Kreuzes sowie der DLRG. Zur großen 25. Geburtstagsfeier des Jugendzentrums werden die Landfrauen dann noch einmal einen Scheck in die Handtaschen packen, um auch dort anderen Menschen mit 500 Euro eine große und wohltätige Freude zu bereiten.

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