Ketsch

Haus der Begegnung Hobbyfilmer Peter Grimm entführt Senioren mit filmischer Reise an die schönsten Orte am Gardasee

Zwischen Felsen und Zitronen am Seeufer unterwegs

Archivartikel

KETSCH.Letztes Jahr im September hatte Hobbyfilmer Peter Grimm mit einer Reisegruppe den nördlichen Gardasee besucht – beim Altennachmittag im Haus der Begegnung zeigte er die schönsten Impressionen aus der Region. Die filmische Reise begann in der Touristenhochburg Limone, wo rauschende Wellen und liebevoll gepflegte Zitronengärtchen den Spaziergang am Uferberg in Richtung Altstadt begleiteten.

„Der Name leitet sich nicht von den Zitronen (Limone), sondern eher vom lateinischen Wort ,Limes’, also Grenze, ab,“ wusste Peter Grimm. Denn schließlich war Limone früher Grenzstadt zwischen Italien und Österreich. Von der Uferpromenade aus führte die Wanderung vorbei an zahlreichen Geschäften, Cafés und Gasthäusern zur Piazza Garibaldi zwischen Seeufer und Felsen gelegen. Nur mit Glück ergattert der Tourist einen Platz in einem Gasthaus an der Hafenanlage. Den Regentag nutzte die Reisegruppe zum Besuch der Gewächshäuser mit gepflegten Zitronenbaum-Pflanzungen.

Spuren von Goethes Reisen

Mit dem Raddampfer setzten sie über auf die andere Seite des Sees nach Malcesine, wo sich die mittelalterliche Skaligerburg eindrucksvoll mit drei Innhöfen präsentiert. Links davor laden in er Casermetta zwei Naturkundemuseen mit den Themen Flora, Geologie und Vogelwelt zum Verweilen ein. Vom Aussichtsbalkon richtet sich der Blick auf die Bergkette am Westufer. Eine Treppe führt in den Goethe-Saal, wo eine Kopie der Zeichnung des Dichterfürsten von der Burg anlässlich seiner „Italienischen Reise” ausgestellt ist. Eine Seilbahn fährt hinauf in alpines Klima des Monte Baldo, der nicht nur einen grandiosen Ausblick bietet, sondern auch zum Spaziergang auf dem Bergrücken genutzt wird.

Die Flanke des hohen Gipfels über dem Gardasee nennt man wegen seiner Artenvielfalt auch „Botanischen Garten Italiens“. Das historische Dorf Torbole lässt seine Vergangenheit als Fischer- und Holzfällerdorf erahnen. Die Wanderer schlenderten durch malerische Gässchen zum kleine Hafen mit typischen Gebäuden der Vecchia Dogana aus dem 15. Jahrhundert und der Casa Breust vorbei am Zollhäuschen.

Paradies für Wassersportler

Der Überlieferung nach zeigte sich auch Goethe auf seiner Italienreise begeistert vom Charme des Dörfchens. Inzwischen ist Torbole ein Paradies für Wassersportler geworden. Wanderer, Kletterer oder Mountainbiker finden hier ebenfalls ein breites Angebot. Die Stadt Riva am Gardasee war bereits um 1900 angesagtes Reiseziel des Adels, sowie der Künstler und Literaten. Auch Rainer Maria Rilke, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud quartierten sich hier zeitweise ein. Bis heute gilt Riva als bekanntester Urlaubsort und Sehenswürdigkeiten.

Die Piazza Tre Novembre am Hafen bildet das Zentrum der Altstadt. Durch einen Laubengang und das Stadttor erreicht der Spaziergänger die Piazza Rocco, rechts davon sind Reste der früheren Kirche San Rocco zu sehen. Die Rocca östlich des Torre Apponale wurde 1124 von den Skaligern gebaut, beherbergt heute archäologische Funde der Region und besitzt eine Pinakothek mit Gemälden vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.

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