Ketsch

Evangelische Kirche Generationen treffen sich beim fröhlichen Fest im Haus der Begegnung / Konfirmanden stellen sich vor

Zwischen Karotten und Kaffee

Ketsch.Derjenige, der bis jetzt noch nicht erkannt hat, warum dieses Gebäude so heißt, konnte am gestrigen Sonntag den lebendigen Charakter des Hauses der Begegnung hautnah erleben. Beim Gemeindefest der evangelischen Kirchen trafen sich alle Generationen – die einen, um zu spielen, die anderen um miteinander ins Gespräch zu kommen. Doch sie alle einte über alle Altersgrenzen hinweg die Atmosphäre der Gemeinsamkeit und Geborgenheit.

Mit einem Gottesdienst in der Johanneskirche eröffneten Pfarrer Christian Noeske und Diakonin Carmen Eva Debatin den Erntedank-Tag im Gotteshaus. „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen stehen in des Himmels Hand“, hieß es. Eine, die vielfältig junge Menschenpflänzchen pflegt, wurde durch Handauflegen der beiden Seeelsorger und der Erzieherin Birgit Schurich-Glocker der Segen für ihr künftiges Werk erteilt: der neuen Kindergartenleiterin Andrea Winkler wurde so viel Erfolg gewünscht.

Und die Erzieherinnen ihrer Einrichtung waren es auch, die später beim Gemeindefest die Gäste mit einer deftigen Kartoffelsuppe und Dampfnudeln kulinarisch verwöhneten. „Eine echte Leckerei“, wie nicht nur Noeske im Gespräch mit unserer Zeitung ins Schwärmen geriet. Kaffee und zahlreiche von Gemeindemitgliedern gebackene Kuchen taten ihr übriges, dass sich die Gemeindemitglieder im Haus der Begegnung rundum wohl fühlten.

Das Salz in der Suppe des Lebens

Das sprichwörtliche Salz in der Suppe waren die Konfirmanden, die schon bald auch offiziell als Gemeindemitglieder aufgenommen werden. Sie widmeten sich beim Gottesdienst dem Thema Salz aus ganz verschiedenen Perspektiven, zogen zwischen den unterschiedlichen Eigenschaften des Minerals und dem Leben als Christen spannende Parallelen, die verdeutlichten, was es ausmachen kann Teil der christlichen Gemeinschaft zu sein. Dabei wurde durchaus auch bedacht, wie Salz die Dinge verändert, mit denen es als Speisezutat oder Badezusatz mit dem Leben in Kontakt kommt.

Und einige dieser Ministranten sorgten beim Gemeindefest auch dafür, dass alles rundlief. Als Praktikanten hatten sie die verschiedenen Spielstationen unter sich, die ein breites Spektrum der Unterhaltung spannten.

Am Tischkicker wurde ein zwangloses Turnier ausgetragen, dass auch manch älteren Gemeindefestgast wieder jung werden ließ. Es gab eine Spielstraße mit vielseitiger Unterhaltung – vom spannenden Mikado in all seinen Varianten bis zum Billardspiel zog junge und schon ältere Besucher in den Bann. Den Höhepunkt der Bewegung garantierte eine Hüpfball-Parcours vor dem Haus der Begegnung, der es wirklich in sich hatte.

Für unterhaltsame Momente sorgte auch der Auftritt einer Clownin, die mit ihren fröhlichen und teilweise auch besinnlichen Späßen für beste Unterhaltung auf dem Gemeindefest sorgt.

Von Bällen und Trauben

Vor dem Haus der Begegnung war auch ein kleiner Marktstand aufgebaut, an dem die Gemeindemitglieder gegen eine Spende in den großen Topf des Festes, von Trauben bis zu Kürbissen die vielfältigen Gartenfrüchte erwerben konnten. Denn natürlich sind die Gabe vor dem Altar nicht nur Dekoration, sondern Lebensmittel, die nun in den Ketscher Küchen zu herrlichen Köstlichkeiten zubereitet werden – natürlich mit genau der richtigen Menge Salz als Würze des Lebens.

Doch an Erntedank werde auch daran erinnert, dass viele Menschen auf der Welt hungern müssen, rief Noeske beim Gottesdienst diesen wichtigen Aspekt des Festtages der prall gefüllten Körbe in Erinnerung.

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