Kommentar

Alle möglichen Mittelchen

Archivartikel

Gert Häusler über Werbung in der ersten Reihe

Unsere derzeitigen Lebensverhältnisse verlocken auch viele bisherige „Gelegenheitsfernseher“ zu einem erhöhten TV-Konsum. Die Zuschauerquoten zeigen, dass insbesondere feste Rubriken wie Nachrichten und Magazine einen Aufschwung erleben, bevor es dann häufig mit Serien weitergeht.

Diese Stunden sind jedoch mit Nebenwirkungen verbunden. Einem Phänomen kann man sich beim regelmäßigen Sehen nämlich kaum entziehen: Der wahrscheinlich schon länger bestehenden bunten Welt der Werbung für medizinische Hilfsmittel. Abend für Abend geht es von der Haftcreme für die Zähne über diverse Rheumasalben bis hin zu den Kapseln für die Gedächtnisstärkung und den Mittelchen für Darm und Blase durch alle Bereiche unseres Körpers. Wer nach diesen speziellen Abendprogrammen noch „aufgedreht“ sein sollte, dem werden dazu gleich die entsprechenden Schlafmittel und Spezialkopfkissen offeriert.

Fast könnte man beruhigt sein, ist das Coronavirus vielleicht doch nicht unser derzeitiges Hauptproblem?

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