Kommentar

Auch Promis kann’s treffen

Archivartikel

Gert Häusler über menschliche Missgeschicke

Neulich kam der Papst zu spät zum Angelus-Gebet. Das ist jetzt kein Kirchengeheimnis, denn der Papst hat es den Wartenden auf dem Petersplatz selbst erzählt: Er war im Aufzug steckengeblieben und musste von der Feuerwehr aus seiner misslichen Lage befreit werden – seinen Rettern dankte er dann noch vor der Gebetszeremonie.

Hätten die Kirchenoberen früher so ein Ereignis verschwiegen, zeigt sich dabei, dass der Papst zumindest in solchen Dingen offenbar unkomplizierter ist und pragmatisch denkt. Bleibt vor den modernen Medien sowieso kein Geheimnis verborgen, hilft ein entspannter Umgang auch der jeweiligen Institution. So hat es der Queen nicht wirklich geschadet, als sie seinerzeit beim Besuch einer Moschee mit einem Loch im Strumpf zu sehen war.

Solche Missgeschicke, die uns ja allen passieren können, zeigen doch, dass Prominente „auch nur Menschen“ sind. Die mit Hinterhalt aufgebauten Fallen in Sendungen wie „Verstehen Sie Spaß?“ bräuchte es dazu nicht unbedingt zusätzlich. Zumal man nie weiß, wie weit die Promis noch überrascht sind oder bereitwillig mitspielen.

Solange alle Beteiligten inklusive der Zuschauer ihre Freude daran haben, ist das aber in Ordnung. Für mich sind jedoch die ungeplanten kleinen Missgeschicke und Pannen weiterhin die schönsten.

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