Kommentar

Besten Dank, „Doc“!

Katja Bauroth freut sich, dass der Radfahrer wieder repariert sit

Klasse! Ich ziehe meinen Hut vor Menschen wie Erik Junker. Er ist ein Mann der Tat und packt einfach an, obwohl er es nicht hätte müssen. Als Schwetzinger fühlt er sich wie viele andere seiner Stadt verbunden. Die Spargelmännchen, die jedes Jahr beim Spargellauf aufgestellt werden und den Läufern die Richtung weisen, stammen auch aus seiner Werkstatt. Daher war es für den Schreinermeister wie selbstverständlich, den willenlos demolierten Rennradfahrer aus Holz wieder herzurichten – freiwillig, ehrenamtlich, in seiner knapp bemessenen Freizeit. Es hat ihn selbst geschmerzt, als er das Kunstwerk zerstört auf dem Pflaster liegen sah. Dass es vielen anderen Schwetzingern genauso ging, hat ihn für seinen Einsatz motiviert. Der Dank vieler – Künstler und Stadt eingeschlossen – dürfte ihm sicher sein.

Und er ist ein tolles Vorbild in einer Gesellschaft, in der leider sehr viele Menschen zuerst einmal nur an sich denken, bevor sie ihren Verstand einschalten und über den eigenen Tellerrand hinausblicken – das fängt schon im Alltäglichem, etwa im Straßenverkehr, an. Ehrenamtliches Engagement – sei es auch in Vereinen und Institutionen – kann in einer solchen Zeiten nicht genug gewürdigt werden.

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