Kommentar

Bis die Hände bluten

Archivartikel

Janina Hardung hat das Bouldern für sich entdeckt

Die Handflächen pochen, die Arme hängen schlaff an den Seiten herunter – und irgendwie sah das alles von unten sehr viel einfacher aus. Die ersten Stunden einer neuen Sportart sind immer herausfordernd. Muskeln werden beansprucht, die es sich sonst gemütlich machen und nach nur wenigen Minuten will man sich eigentlich schon wieder eine (wohlverdiente) Pause gönnen.

So erging es mir zumindest an meinem ersten Abend in einer Boulderhalle. Einfach an den Griffen in der Wand nach oben ziehen – so hoch ist das ja auch gar nicht – höchstens zwei Meter. Die Verletzungsgefahr ist also verschwindend gering, zumindest bis auf die aufgeschürften Hände. Und wie schwer kann das schon sein, eine Wand hochzuklettern? Außerdem ist es ein perfektes Ganzkörpertraining. Beine, Arme und die Körpermitte werden beansprucht und auch Koordination und das Gleichgewicht verbessert.

Übung macht allerdings hier „den Meister“ – oder wenigstens den Menschen zu einem Hobbysportler, der nicht schon nach fünf Minuten sehnsuchtsvoll zum Chill-Bereich linst. Wer sich aber an ein paar Regeln hält, der merkt schnell Fortschritte: Wenn die Kraft der Beine benutzt wird, werden beispielsweise die Finger- und Armmuskeln entlastet (dann schmerzen die Hände am nächsten Tag auch nicht so sehr). Wer dabei noch nah an der Wand bleibt, den zieht die Schwerkraft nicht noch zusätzlich verstärkt nach unten.

Allerdings können sich Anfänger auch ein paar Tipps und Tricks von den Profis vor Ort abschauen. Gemütlich in einem Sessel in der Chillzone – und mit einem Getränk in der Hand. Nächstes Mal klappt es dann sicher besser.

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