Kommentar

Bittere Lage

Archivartikel

Marco Brückl sieht negative Auswirkungen auf die Enderlegemeinde

So mancher Kritiker wird sich bestätigt fühlen. Nur etwas mehr als ein halbes Jahr läuft der – teilweise – Betrieb des riesigen Logistikzentrums der „21sportsgroup“ in der Vorpommernstraße, da wird er schon wieder nahezu eingestellt und ein Großteil der Belegschaft verliert seinen Job. Natürlich sind Unternehmen in der freien Wirtschaft stets Risiken ausgesetzt und das Abstoßen unrentabler Sparten gehört zum (traurigen) Geschäft. Doch „Hunderte neue Arbeitsplätze“ waren vor zwei Jahren versprochen worden, große Expansionspläne wurden im Rathaus und vor Pressevertretern angekündigt.

Auch wenn das Unternehmen offenbar insgesamt gut dasteht, sind die Auswirkungen der Umstrukturierung negativ. Gerade für neue Mitarbeiter, die erst mit dem Umzug des Unternehmens in die Enderlegemeinde ihren Job angetreten und vielleicht ihr ganzes Umfeld danach ausgerichtet haben, ist die Lage jetzt bitter, vielleicht auch existenzbedrohend.

Und für die Ketscher Anwohner ist eine Befürchtung eingetreten: Es bleibt unklar, welche Wege die Lieferanten des großen Logistikzentrums in Zukunft wählen werden – je nachdem, welche Zwischenmieter einziehen werden. Die Zusicherung, dass Transporte hauptsächlich über das DHL-Zentrum in Richtung Talhaus abgewickelt werden, scheint zumindest für längere Zeit hinfällig. Bleibt zu hoffen, dass die Auswirkungen der Umstrukturierung bei der „21sportsgroup“ für Ketsch nicht noch weitere Überraschungen bringen.

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