Kommentar

Das ist doch der Sydney!

Katja Bauroth ist beim Zappen am Samstag hängengeblieben

Wer am Samstagabend bei der Casting-Fernsehshow „Das Supertalent“ hängenblieb, entdeckte ein bekanntes Gesicht aus der Region: Sydney Ford, der 1989 als Sänger Sydney Youngblood bekannt geworden ist. Damals war er mit seinen Hits „If only I could“ und „Sit and wait“ wochenlang in den Hitparaden. Etliche Jahre hat der frühere US-Soldat in Schwetzingen gelebt, heute wohnt der 58-Jährige in Mannheim, wie er auch der „Supertalent“-Jury – bestehend aus Bruce Darnell, Sarah Engels und Dieter Bohlen – erzählte. Darnell kam der leger gekleidete Mann gleich bekannt vor, Bohlen fragte schließlich: „Bist du Sydney Youngblood?“ Der bejahte, sichtlich gerührt. Apropos gerührt: Zuletzt tauchte Sydney Youngblood 2018 als Kandidat beim RTL-Dschungelcamp auf. Dort gab er sich sehr emotional, weinte vor laufender Kamera, weil er seine Frau Nicole vermisste. Er zog nach acht Tagen aus dem Camp aus. Das sorgte dafür, dass der mittlerweile fünffache Opa in Medien als „Heulsuse“ betitelt wurde.

Auf der Bühne von „Das Supertalent“ zeigte er vor allem, dass er an seinem gesanglichen Können nichts eingebüßt hat. Er packte seine grandiose Stimmgewalt aus und schmetterte das Peter-Gabriel-Cover „Sledge Hammer“. Auch als ihn Bohlen bat, „If only I could“ anzustimmen, war er dicke da: Der gute Sydney Youngblood schaffte es, selbst 30 Jahre nach diesem Hit nicht nur Bruce Darnell zum Hüftkreisen zu animieren. Aber auch der Sänger legte tänzerisch los – da wäre weniger vielleicht etwas mehr gewesen. Denn die sportliche Figur von 1989 blieb in den drei Jahrzehnten dann doch etwas auf der Strecke – und das ist ja auch gar nicht schlimm! Denn wichtig ist eines: Authentizität. Und die hat Sydney Ford bewiesen. Klasse!

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