Kommentar

Das Ziel ist Besserung

Jürgen Gruler erklärt unsere Intension bei der Rewe-Geschichte

Nach der ersten Veröffentlichung über die Zustände im Rewe-Geschäft an der Südtangente bekam diese Zeitung sehr viel Zustimmung von Seiten unserer Leser. Viele bestätigten den Eindruck, den wir uns vor Ort und in Gesprächen mit ehemaligen Mitarbeitern gebildet hatten. Ein Lokalpolitiker aus der Region hat uns aber auch den Vorwurf gemacht, wir würden mit unserer Berichterstattung womöglich eine Existenz zerstören, die des Kaufmanns Stefan Stahl, der ja den Markt zusammen mit der Rewe als Selbstständiger betreibt.

Dieser Vorwurf hat mich persönlich sehr bewegt. Auch ein Satz im Schreiben der Rewe-Pressesprecherin, die uns davor warnt, womöglich Sprachrohr einer „Kampagne“ gegen Stefan Stahl zu werden. Deshalb war es uns sehr wichtig, dass wir diesmal mit den Verantwortlichen vor Ort sprechen können und ihnen selbst unsere Eindrücke und die Vorwürfe von insgesamt vier ehemaligen Mitarbeitern schildern können. Die stellen wir jeweils den Erklärungen der Rewe-Verantwortlichen gegenüber, damit Sie, liebe Leser, sich selbst eine Meinung bilden können.

Und eines ist klar: Wir wollen nicht für die Schließung eines Einkaufsmarktes verantwortlich sein. Höchstens dafür, dass dort die Mitarbeiter gute Bedingungen und die Kunden frische Produkte vorfinden und sich so am täglichen Einkauf erfreuen. Wir sind uns sicher, dass Marktleiter Stefan Stahl das mit seinem neuen Team in den Griff bekommen kann und fordern Sie ausdrücklich dazu auf, ihn dabei mit Ihrem Einkauf zu unterstützen.

Dass an dieser Stelle an der Südtangente ein Überleben neben dem nur 300 Meter entfernten größeren Rewe in der Scheffelstraße schwierig genug ist, das ist sicherlich auch dem Einkaufsriesen selbst klar, seit er den neuen Markt eröffnet hat.

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