Kommentar

Eintrittskarten gesucht

Gert Häusler über ein wichtiges Utensil im Wandel

Gehen Paare oder auch Gruppen gemeinsam zu einer Veranstaltung, dann kommt mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann die berühmte Frage: „Wer hat die Karten?“. Oftmals beginnt dann noch in letzter Minute das große Suchen, denn vor dem Einlass steht die Eintrittskartenkontrolle.

Die Karten kommen ja inzwischen in ganz unterschiedlicher Form daher, von eher rustikal und wie früher üblich, per Abriss von Eintrittskartenrollen, oder bei festlichen Ereignissen mit individuell gestalteten und oft persönlich zugestellten Einladungen.

Bei Großereignissen oder „Mega-Events“ gibt es den Vorverkauf in Kartenshops wie im Kundenforum der Schwetzinger Zeitung und im Internet – selbst bestellt und daheim ausgedruckt – oder heute auch schon total digital im Smartphone gespeichert. Jeweils versehen sind die Karten mit einem Barcode-Feld für die Scanner am Eingang.

Inzwischen beschäftigt sich ein ganzer Dienstleistungssektor mit allem rund um das begehrte Dokument. Es heißt jetzt auch Ticket und die Anbieter warten mit einem Komplettpaket auf: Über eine Gästeliste und ganze Besucher-Manager- Programme können elektronisch die Tickets personalisiert, gescannt und jederzeit aktuell abgerufen werden. Die Besucher, auch bei Firmenveranstaltungen, werden damit aber auch immer durchsichtiger.

Wie weit anderen „Dienstleistern“ wie den Schwarzmarkthändlern dadurch tatsächlich ihr Treiben erschwert wird, muss sich noch zeigen, ebenso wie der Ausgang der Diskussion über personalisierte Karten in Fußballstadien, um erkannte Gewalttäter fernzuhalten. Tickets, wie unsere gesamte Gesellschaft, sind eben in stetigem Wandel, nur eines wird gleichbleiben: Die schönsten Tickets sind dann doch die Freikarten, in welcher Form auch immer.

Weihnachten ist dafür eine perfekte Gelegenheit, mit solchen Gaben bedacht zu werden.

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